Schnelle Hilfe für Salzburger Sportvereine

Die von Landesrat Stefan Schnöll angekündigte Soforthilfe für den Salzburger Sport in der Höhe von einer Million Euro nimmt Fahrt auf. In Zusammenarbeit mit den Vertretern der Dach- und Fachverbände wurden vergangene Woche die Richtlinien fertiggestellt.
In Zusammenarbeit mit den Vertretern der Dach-und Fachverbände wurden vergangene Woche die Richtlinien fertiggestellt. Die Erhebung der Schadenssummen ist bereits aufgenommen. Ziel des neu aufgestellten Soforthilfefonds ist es, alle Schäden die im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie entstanden sind, durch eine zeitnahe finanzielle Unterstützung abzufedern.
„Wir haben uns dazu entschlossen unseren Sportvereinen schnell zu helfen. In den letzten Tagen haben wir intensiv daran gearbeitet, die Richtlinien zu erstellen. Mitte der Woche konnten wir diesen Prozess nun abschließen. Wichtig ist mir, unsere Soforthilfe auch mit den Förderungen der Stadt abzustimmen, damit mir größtmögliche Treffsicherheit erreichen. Wir haben bereits mit der Erhebung der Schäden in den einzelnen Vereinen begonnen. Mein besonderer Dank gilt den Dachverbänden, die sich um die konkreten Vereins-Erhebungen kümmern“, sagt Sportlandesrat Stefan Schnöll.

Salzburg österreichweit Vorreiter

Als eines der ersten Länder hat Salzburg eine umsetzungsfähige Lösung gefunden, um die Sportvereine bei den finanziellen Verlusten zu unterstützen. „Die Förderung basiert auf einem degressiven Berechnungsmodell und ist in fünf verschiedene Stufen eingeteilt. Damit haben wir einen praktikablen Weg gezeichnet, um die Förderungen für die Vereine fair und vor allem schnell bestimmen zu können“, erklärt Schnöll.

Berechnung der Förderung

Die Berechnung der Förderungen erfolgt anhand der folgenden fünf Abstufungen der Verluste.
  • Stufe 1: bei Schäden bis zu 1.000 Euro wird in diesem Segment eine Ersatzrate bis zu maximal 90 Prozent gewährleistet.
  • Stufe 2: bei Schäden bis zu 3.000 Euro wird in diesem Segment eine Ersatzrate bis zu maximal 70 Prozent gewährleistet.
  • Stufe 3: bei Schäden bis zu 10.000 Euro wird in diesem Segment eine Ersatzrate bis zu maximal 50 Prozent gewährleistet.
  • Stufe 4: bei Schäden bis zu 25.000 Euro wird in diesem Segment eine Ersatzrate bis zu maximal 25 Prozent gewährleistet.
  • Stufe 5: bei Schäden ab 25.000 Euro muss eine individuelle Begutachtung durch das Landessportbüro erfolgen.

Bis zu 10.000 Euro Schadensersatz möglich

Bei höheren Schadenssummen werden alle berechneten Werte der einzelnen Stufen kumuliert. Die Summe dieser Stufen ergibt die maximale Förderleistung. „Neben dem Grundsatz, dass wir schnell helfen, ist es mir extrem wichtig die Vereine auch mit ordentlichen Summen auszustatten, um die Schäden bestmöglich zu decken. Wenn ein Verein einen Schaden von circa 10.000 Euro hat, so können wir ihn mit einer Summe von bis zu 5.800 Euro unterstützen. Mit dieser Lösung können wir wirklich garantieren, dass wir den Salzburger Sport gut durch die Krise bringen“, freut sich der Sportlandesrat über die unkomplizierte Hilfe.

Sport als wesentliche Säule in der Gesellschaft

„Der Sport verdient schnelle Hilfe, weil er eine entscheidende Position im gesellschaftlichen Zusammenleben einnimmt. Es ist deshalb unsere Verantwortung, dass wir vor allem unsere ehrenamtlich organisierten Vereine nicht im Stich lassen, die eine großartige Arbeit leisten. Viele Kinder werden im Sportverein bewegt und betreut, ältere Menschen können Bewegungsangebote nützen und darüber hinaus dient der Sport in unseren Gemeinden als sozialer Treffpunkt“, erklärt Schnöll, der sich abschließend bei allen ehrenamtlichen Sportfunktionären bedankt.

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