BBU sieglos in Klagenfurt

Am Samstag gab es für die Basketballunion Salzburg gegen KOS Celovec nichts zu holen. In der „Basketball Zweite Liga“ unterlag man in Klagenfurt nach später Aufholjagd mit 87:75, behält aber den direkten Vergleich.
Während man beim vergangenen Spiel gegen Fürstenfeld zeigte, welches Potential in der Mannschaft steckt, zeigten sich am Samstag die bekannten Probleme der Basketballunion Salzburg. Mit einem Not-Kader von sieben spielfähigen Spielern, inklusive Rückkehrer Jasmin Tomas, ging es nach Klagenfurt zu KOS Celovec. Luka Milovac verletzte sich doch schwerer als zunächst vermutet im letzten Spiel, Dusan Oluic und Dimitris Mouratoglou fehlten ebenfalls verletzt, und die Welser Kooperationsspieler standen nicht zur Verfügung. Nach einem ausgeglichenen Start übernahmen die Klagenfurter, die auf der Trainerposition und einer Legionärsposition gewechselt haben, klar das Zepter. Bis zum 12:12 hielten die Salzburger Falken gut mit, doch dann fingen die Kärtner an ihre Würfe zuverlässig zu treffen. Hinzu kommen ganze sechs Balleroberungen im Anfangsviertel, die angeführt von Neuzugang Martin Bajc zu einem 16:1-Lauf führten. Somit ging es mit einem klaren 28:13 in den zweiten Abschnitt, in dem sich die BBU zunächst wieder ins Spiel zu kämpfen schien. Guillermo Sánchez brachte die Falken auf 30:17 heran. Doch sowohl aus langer als auch der mittleren Distanz agierte KOS effizient durch Bajc und Ales Primc, während sie Fehlwürfe durch ihre Stärke beim Offensivrebound immer wieder verwerten konnten. Gleichzeitig schien Salzburg am Brett chancenlos – zu dicht und zu aggressiv war die Verteidigung der Hausherren. So stand es zur Halbzeit 53:26.
Im dritten Viertel traf die BBU zwar regelmäßiger, doch die fehlende Spielerquantität verhinderte kräftemäßig den letzten Einsatz in der Defensive, sodass KOS angeführt durch Marin Sliskovic mit einem klaren 71:40 in den Schlussabschnitt ging. Dann plötzlich ging ein Ruck durch die BBU. Jasmin Tomas weckte die Mannschaft mit neun Punkten in Folge. Die Falken fassten sich ein Herz und stemmten sich gegen die drohende, hohe Niederlage. Nun übernahm der beste österreichische Nachwuchsspieler von 2017, Adrian Mitchell, das Zepter, gemeinsam mit Sánchez, der offensiv endlich ins Spiel fand. Dreieinhalb Minuten vor Spielende vergab man inmitten eines 5:23-Laufs beim Stand von 80:64 einen wichtigen Dreier, um im Spiel zu bleiben. Die Zeit reichte nun nicht mehr für einen Sieg, doch den direkten Vergleich von 15 Punkten aus dem Hinspiel wollte man nun behaupten. Dies gelang letztlich durch einen Dreier von Kazuhiko Yokoyama; eine bittere Niederlage im Kampf um die Play-Offs bleibt aber.

„Wir haben leider nach 12:12 aufgehört mitzuspielen. Wir können als Positives mitnehmen, dass wir trotz eines Notkaders eine starke Aufholjagd im letzten Viertel gestartet haben, die schlussendlich nicht gereicht hat. Es gilt die Spieler fit zu bekommen und ein wichtiges Spiel in Innsbruck zu gewinnen“, so BBU-Obmann Dusko Stojakovic.

Aufgrund zahlreicher personeller Ausfälle und dem verlorenen Reboundduell verpasste man die Chance auf einen wichtigen Sieg im Kampf um die Play-Offs. Eine solide Verteidigungsleistung und viel Kampfgeist im Schlussabschnitt sicherte aber die bessere Platzierung gegenüber KOS Celovec für den Fall des Eintritts in die Abstiegsrunde. Zudem verlor der BBC Nord sein Spiel gegen die Dornbirn Lions, wodurch sich der Abstand zu den Playoff-Plätzen nicht weiter vergrößerte.

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