Österreich entsendet 115 Athletinnen und Athleten zu den Olympischen Winterspielen 2026 nach Mailand und Cortina d’Ampezzo. Darunter stehen 24 SPORTUNION-Athletinnen und -Athleten im Aufgebot des Österreichischen Olympischen Comités. Das entspricht knapp 20 Prozent des gesamten ÖOC-Kaders. Damit ist die SPORTUNION erneut stark auf der größten Bühne des Wintersports vertreten.
Von 6. bis 22. Februar 2026 finden die XXV. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Nach Cortina 1956 und Turin 2006 ist es bereits die dritte Austragung von Olympischen Winterspielen in Italien. Österreich wird dabei von 115 Athlet:innen aus acht Bundesländern in 18 Sportarten vertreten – 52 Frauen und 63 Männer. Mitten in diesem starken Team: 24 Athlet:innen, die ihre sportliche Heimat in SPORTUNION-Vereinen haben und Österreich bei den Spielen repräsentieren.
Medaillenhoffnung mit Rückenwind: Stefan Brennsteiner
Zu den prominentesten SPORTUNION-Athleten auf der olympischen Bühne zählt Stefan Brennsteiner (USK Niedernsill). Der Salzburger feierte in dieser Saison seinen ersten Weltcup-Sieg (Copper Mountain) und reist mit entsprechend großem Selbstvertrauen zu den Spielen. Die Hoffnungen auf eine Medaille in Cortina sind groß. „Ich werde es angehen wie jedes andere Rennen auch und versuchen, das Skifahren in den Vordergrund zu stellen“, erklärte Brennsteiner unlängst in einem ORF-Interview. Dass er bei Olympischen Spielen Topleistungen abrufen kann, bewies er bereits vor vier Jahren: Im Riesentorlauf der Olympischen Winterspiele Peking 2022 lag der Salzburger nach dem ersten Durchgang auf Rang zwei, schied jedoch im Finale aus. Mit der Goldmedaille im Teambewerb feierte er in China dennoch seinen größten Karriere-Erfolg.

Olympischer Abschied mit besonderer Ehre: Benjamin Karl
Benjamin Karl (Club SU Trendsport Weichberger) wird bei der Eröffnungsfeier am 6. Februar gemeinsam mit Anna Gasser als Fahnenträger das rot-weiß-rote Team anführen. Für den Alpinboarder sind es definitiv die letzten Olympischen Spiele seiner beeindruckenden Karriere. „Es ist die größte Ehre. Ich habe mir schon vor Jahren gewünscht, das irgendwann einmal sein zu dürfen – und habe nicht mehr damit gerechnet“, so der 40-jährige Niederösterreicher. Zwei Tage nach der Eröffnungsfeier will Karl bei seinem Olympia-Abschied im Parallel-Riesentorlauf im Mailänder San Siro noch einmal angreifen. Vor vier Jahren krönte er sich in Peking mit der Goldmedaille.


Von der SPORTUNION ins Olympia-Stadion
Mit Daiyehan Nichols-Bardi, Anschieber im Zweier- und Viererbob, hat ein weiterer Olympia-Athlet seine ursprünglichen Wurzeln in einem SPORTUNION-Verein (SPORTUNION St.Pölten): Daiyehan Nichols-Bardi begann seine Sportkarriere mit zwölf Jahren bei der SPORTUNION St. Pölten in der Leichtathletik. Als Sprinter stellte er 2018 mit 10,73 Sekunden über 100 Meter einen österreichischen U18-Rekord auf und qualifizierte sich für die U18-Europameisterschaften. Unter Trainerin Viola Kleiser am BORG für Leistungssportler St. Pölten steigerte er seine Bestzeit auf 10,62 Sekunden.
Vom Leichtathletik-Talent zum Bob-Ass
2021 wechselte Nichols-Bardi zum Bobsport: „Ich habe nicht mehr genug Potenzial gesehen, um in der Leichtathletik Weltspitze zu erreichen. Mit meinem Körperbau und meiner Schnellkraft eignete ich mich aber ideal als Anschieber.“ Seine ersten Bobfahrten beeindruckten ihn: „Ich war es überhaupt nicht gewohnt, die G-Kräfte zu spüren, die plötzlich auf den Körper wirken. Du bretterst mit über 120 Stundenkilometern die Bahn hinunter und denkst dir nur ‚was passiert da jetzt?‘. Im Kreisel war es ganz besonders schlimm, da habe ich fast dem Tod ins Auge gesehen.“
Du bretterst mit über 120 Stundenkilometern die Bahn hinunter und denkst dir nur ‚was passiert da jetzt?
Erste Erfolge auf der Bob-Bahn
Seine neue Karriere startete er 2021 gemeinsam mit Jakob Mandlbauer. Bereits 2022 gewann das Duo bei den Juniorenweltmeisterschaften in Innsbruck-Igls Bronze im Zweierbob und Silber im Viererbob zusammen mit Luca Volgger und Dominik Hanschitz. Trotz Rückschlägen wie Trainingsstürzen blieb Nichols-Bardi international erfolgreich. Mit dem Wechsel in das Team von Markus Treichl zu Beginn der Saison 2024/25 schaffte er den endgültigen Sprung in die Weltspitze und ist heute als Anschieber bei den Olympischen Spielen im Einsatz.

SPORTUNION-Präsident sendet Olympia-Grüße
SPORTUNION-Präsident Peter McDonald drückt dem gesamten österreichischen Olympia-Team – und ganz besonders den SPORTUNION-Athlet:innen – die Daumen: „Ich wünsche dem Team viel Erfolg und unvergessliche Momente. Erfolge im Spitzensport haben immer eine starke Basis. Diese Basis ist der Breitensport – und der Breitensport lebt von engagierten Sportvereinen. Unsere SPORTUNION-Vereine leisten tagtäglich großartige Arbeit und schaffen genau jene Grundlagen, auf denen olympische Karrieren entstehen.“
“Vereine haben wichtige Rolle für die Gesellschaft”
Mit 4.750 Vereinen konnte die SPORTUNION im Vergleich zum Vorjahr um 77 Vereine zulegen – ein Plus gegenüber 2024 (4.673 Vereine). Auch bei den Mitgliedern gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Insgesamt zählt die SPORTUNION 731.000 Mitglieder, ein Zuwachs von rund 19.000 Personen im Vergleich zum Jahr davor. „Diese Zahlen zeigen, dass der Sport in Österreich stark wächst und unsere Vereine eine wichtige Rolle für die Gesellschaft spielen“, betont McDonald.
| BIATHLON | |
| Dominic Unterweger | UNION LLC Angerberg |
| EISSCHNELLAUF | |
| Anna Molnar | Union Speed Skating Club Innsbruck |
| Jeannine Rosner | Union Speed Skating Club Innsbruck |
| Ignar Gschwentner | Union Speed Skating Club Innsbruck |
| FREESTYLE | |
| Samuel Baumgartner (Freeski) | USC Raiffeisen Hinterstoder |
| Katharina Ramsauer (Ski Freestyle) | USV Krispl-Gaißau |
| LANGLAUF | |
| Lisa Achleitner | UNION LLC Angerberg |
| NORDISCHE KOMBINATION | |
| Stefan Rettenegger | TSU St. Veit |
| Thomas Rettenegger | TSU St. Veit |
| RODELN | |
| Selina Egle | SV Rinn |
| Lara Kipp | SU Eisbären Innsbruck |
| Juri Gatt | SV Rinn |
| Thomas Steu | SSV Bludenz |
| SKELETON | |
| Janine Flock | SSV Innsbruck |
| SKI ALPIN | |
| Nina Astner | SC Itter |
| Katharina Huber | Sportunion Waidhofen/Ybbs |
| Stefan Brennsteiner | USK Niedernsill |
| SKICROSS | |
| Christina Födermayr | SC Hohenzell |
| Katrin Ofner | UNSC Kobenz |
| Nicolas Lussnig | Union-Schiclub Klaus-Weiler |
| Christoph Dangsamüller | SC Salzburg |
| SNOWBOARD | |
| Claudia Riegler (Alpin) | USC Flachau |
| Benjamin Karl (Alpin) | Club SU Trendsport Weichberger |
| Jakob Dusek (Cross) | Club SU Trendsport Weichberger |
FAQ
Von wann bis wann finden die Olympischen Winterspiele statt?
Die Olympischen Winterspiele 2026 finden vom 6. bis zum 22. Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo, Italien, statt. Die Veranstaltungen verteilen sich auf mehrere Orte in Norditalien, wobei das Eröffnungs- und Abschlussdatum für das Hauptevent identisch sind.
Wie viele Sportlerinnen schickt Österreich zu den Olympischen Winterspielen?
Das Olympic Team Austria umfasst insgesamt 115 Olympia-Teilnehmer:innen, 52 Athletinnen, 63 Athleten. Ergänzt wird der Kader von zwei Ersatzathlet:innen (Bob). Es ist das zweitgrößte österreichische Team bei Olympischen Winterspielen nach Sotschi 2014 mit 130 Athlet:innen.
Wo wohnen die österreichischen Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo
Dem ÖOC dient diesmal das Jägerhaus unweit des Eiskanals und des Ortskerns von Cortina d’Ampezzo als Treffpunkt für Ehrengäste, Sponsorpartner und Sportler aus dem In- und Ausland.
In welchen Sportarten ist Österreich in Mailand und Cortina d’Ampezzo vertreten?
Österreich ist in 18 Sportarten vertreten, das zahlenmäßig größte Aufgebot stellt Ski Alpin (22), gefolgt von Bob (12) und Rodeln (11). Eiskunstlauf und Short Track stellen jeweils eine:n Athlet:in.
Wer ist die jüngste Athlet:in bei den Olympischen Winterspielen 2026? Wer der älteste Athlet?
Jüngste Athletin ist Hanna Karrer, die Snowboard-Freestylerin und Gewinnerin von Big Air-Gold bei den Olympischen Jugendspielen 2024 in Gangwon wird am 6. Februar, dem Tag der Eröffnung, 18 Jahre jung. Älteste Athletin ist Alpin-Snowboarderin Claudia Riegler mit 52 Jahren.
Welche/r österreichische Athlet:in verzeichnet die meisten Olympia-Teilnahmen?
Andreas Prommegger ist mit nun sechs Olympia-Teilnahmen (Turin 2006, Vancouver 2010, Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022, Mailand Cortina 2026) gemeinsam mit Alfred Eder (Biathlon), Emese Hunyady (Eisschnelllauf), Markus Prock (Rodeln) und Mario Stecher (Nordische Kombination) Rekordhalter im Winter.
Welche:r österreichische Athlet:in hat bis jetzt die meisten Olympischen Medaillen gewonnen?
Zu den erfolgreichsten Athlet:innen des Olympic Team Austria für Mailand Cortina 2026 zählen Anna Gasser (Snowboard Freestyle) mit zwei Goldmedaillen, Benjamin Karl (Snowboard Alpin) mit einem kompletten Medaillensatz. Einen Olympiasieg vorweisen können Stefan Brennsteiner (Ski Alpin), Alessandro Hämmerle (Snowboardcross), Jan Hörl (Skispringen), Katharina Huber (Ski Alpin), Stefan Kraft (Skispringen), Michael Matt (Ski Alpin), Katharina Truppe (Ski Alpin).
