Leitbild der SPORTUNION
Die SPORTUNION ist ein Sportdachverband in der Rechtsform eines Vereines. Sie ist Mitglied der Österreichischen Bundes-Sportorganisation. Rund 731.000 Mitglieder und 4.750 Vereine* (Stand 1.1.2026) gehören unserer Organisation an.
*Die Erfassung der Mitgliederzahlen erfolgt auf Basis der eigenständigen Eingabe der Mitgliedsvereine in der SPORTUNION Vereinsdatenbank.
Wir bewegen Menschen
Das ist der Kernauftrag der SPORTUNION. Ziel ist es, Bewegung und Sport lebenslang und für alle Zielgruppen in einer an christlich-sozialen Werten orientierten Gemeinschaft anzubieten. In unserer Arbeit legen wir Wert auf die Gleichbehandlung aller Menschen und die Einhaltung unserer Werte und Regeln.
Unsere Überzeugung
Unsere Überzeugung ist, dass Bewegung und Sport…
- Teil der menschlichen Selbstverwirklichung sind.
- entscheidende Faktoren für die Gesundheit und Wohlbefinden von Menschen bis ins Alter sind.
- wesentlich zur positiven Entwicklung junger Menschen beitragen.
- inklusiv wirken und integrativ den sozialen Zusammenhalt über Grenzen hinweg fördern.
- wichtige gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Impulsgeber sind.
- entscheidende Elemente für das Gelingen des Lebens Einzelner und der Gesellschaft sind.
Verein im Mittelpunkt
Der Verein steht im Mittelpunkt der Arbeit der SPORTUNION. Jedes Handeln wird am Nutzen für den Verein ausgerichtet. Diese Fokussierung haben wir in der SPORTUNION – gerade in Zeiten neuer Aufgabenstellungen für Sportvereine in der Gesellschaft und bei geänderten ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen – ganz gezielt gewählt.
Wir arbeiten mit den Vereinen für die Vereine. Wir wollen sie bei dem Ziel, Menschen für sportliche Aktivitäten zu begeistern, bestmöglich unterstützen – durch persönliche Betreuung und das Know-how einer großen Sportorganisation.
Werte und Regeln
In den Vereinen der SPORTUNION bewegen sich Menschen in einer an christlich-sozialen Werten orientierten Gemeinschaft. Die SPORTUNION blickt auf eine lange Geschichte zurück, in der ihr Selbstverständnis immer von diesen christlich-sozialen Werten geprägt war.
Bereits mit ihrer Gründung im Jahre 1945 wurde neben den bekannten Rollen im Bundesvorstand auch jene der Bundeskulturwarte besetzt:
Bundeskulturwarte, ab 2002 Referenten für kulturelle Angelegenheiten
| Zeitraum | Besetzung |
| 1945 – 1967 | Hans Fuchs†, Wien |
| 1967 – 1970 | Kons.-Rat. Msgr. Franz X. Hofstaetter†, Wien |
| 1970 – 1990 | Dr. Franz Wagerer†, Wr. Neudorf |
| 1990 – 2002 | Werner Messmann, Wien |
| 2002 – 2006 | Edith Haidacher, Tirol – TS Schwaz |
| 2006 – 2014 | Christine Jaindl, Eisenstadt |
| 2014 – 2018 | Mag. Bernd Kindermann, Stmk. |
| seit 2018 | Mag.a Michaela Huber |
Im Jahr 1953 formulierte der Kulturausschuss das folgende 10 Punkte Programm, das von der Länderkonferenz und der Bundesleitung genehmigt und 1989 erneuert wurde:
Unser Wollen
| 1953 | 1986 | |
| 1. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union will körperlich, geistig und sittlich gesunde Menschen erziehen. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union will körperlich, geistig und sittlich gesunde Menschen erziehen. |
| 2. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union pflegt sämtliche Zweige der Leibesübungen auf breitester Grundlage bis zur Spitzenleistung.
|
Die Österreichische Turn- und Sport-Union fördert die gesamte Breite der Leibesübungen und des Sports¸ den Freizeit-, und Fitness-, sowie den Wettkampf- und Spitzensport. |
| 3. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union sieht in der körperlichen Ertüchtigung einen wesentlichen Teil der Gesamterziehung und wertet die Leibesübungen als ein vorzügliches Mittel der Willens- und Charakterbildung. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union sieht in der Bewegungserziehung einen wesentlichen Teil der Gesamterziehung und nimmt die erzieherischen Chancen wahr, die sich bei Leibesübungen und Sport ergeben. |
| 4. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union bekennt sich zu Österreich als ihrem Vaterland. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union bekennt sich zu Österreich als Vaterland und Heimat. |
| 5. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union will in der Jugend die Liebe zum österreichischen Vaterland stärken und vertiefen.
|
Die Österreichische Turn- und Sport-Union will in der Jugend die Liebe zu Österreich stärken und vertiefen. |
| 6. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union erstrebt charakterfeste und leistungsfähige Österreicher, die sich der Sendung ihres Vaterlandes bewusst sind.
|
Die Österreichische Turn- und Sport-Union erstrebt demokratiefähige, charaktervolle und leistungsfähige Staatsbürger, die sich der Rolle Österreichs bewusst sind. |
| 7. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union erfüllt ihre Erziehungsaufgabe grundsätzlich überparteilich. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union ist eine parteipolitisch unabhängige Gesinnungsgemeinschaft. |
| 8. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union fordert von ihren Angehörigen selbstlose Kameradschaft und soziales Handeln.
|
Die Österreichische Turn- und Sport-Union erwartet von ihren Mitgliedern Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und soziales Verhalten. Sie setzt sich aktiv für die Erhaltung des gesunden Lebensraumes ein. |
| 9. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union bekennt sich zur christlichen Weltanschauung. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union bekennt sich zum Christentum. |
| 10. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union verlangt von ihren Mitgliedern Achtung vor religiöser Überzeugung und Betätigung. | Die Österreichische Turn- und Sport-Union verlangt von ihren Mitgliedern Achtung vor religiöser Überzeugung und ermöglicht religiöse Betätigung. |
Mehr als 50 Jahre später, am 12. Oktober 2002, einigten sich die Delegierten beim UNION-Bundestag in Niederöblarn bei einer Umgestaltung des Verbandszwecks §2 der Statuten auf folgende Formulierung:
Die Erreichung des Verbandszweckes (§2) erfolgt auf Grundlage der ethischen und geistigen Werte des Christentums im Bekenntnis zu friedlichen Völkerverbindung durch Sport und österreichische Kulturpflege.
2021 wurde der §2 Verbandszweck vom Ausschuss Markenkern und Werte neu formuliert und vom Präsidium beschlossen: Wir bewegen Menschen. Das ist der Kernauftrag der SPORTUNION. Ziel ist es, Bewegung und Sport lebenslang und für alle Zielgruppen in einer an christlich-sozialen Werten orientierten Gemeinschaft anzubieten. In unserer Arbeit legen wir Wert auf die Gleichbehandlung aller Menschen und die Einhaltung unserer Werte und Regeln.
Die SPORTUNION orientiert sich am Menschenbild der christlichen Soziallehre und den Werten der Europäischen Menschenrechtskonvention. Beide geben eine Richtlinie für das Handeln vor. Mit ihren sportlichen Aktivitäten will die SPORTUNION in der österreichischen Gesellschaft einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, mit dem Ziel, mündige, selbstverantwortliche Menschen und Sportvereine in ihrer sportlichen Entwicklung zu fördern und zu unterstützen. Die SPORTUNION versteht Sport auch als Chance zur gesellschaftlichen Integration im Hinblick auf eine kulturelle und religiöse Vielfalt ihrer Mitglieder.
Markenkern
Unser Markenkern stellt unsere Leistungen, Werte und unseren Antrieb dar.

Mehr als nur Sport – Der Sportverein ist Mehrwert
Die SPORTUNION fasst es als ihre Aufgabe auf, den Mehrwert ihrer Vereine hervorzuheben. Der Sportverein nimmt in der Gesellschaft eine tragende Rolle ein. SPORTUNION Vereine leisten über den Sport hinaus wertvolle Beiträge:
Der organisierte Sport ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und weiß die integrative und inklusive Kraft des Sports zu nutzen! So werden unter anderem Projekte für sozioökonomisch benachteiligte Kinder, für Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte, zur Gleichstellung der Geschlechter im Sport sowie für Menschen mit Beeinträchtigung umgesetzt. Federführend dabei sind die Projekte SPORT HILFT – BEYOND SPORT – Soziale Verantwortung der Sportvereine oder die soziale Maßnahme im Zuge des Vereinsbonus.
Die Vermittlung von wichtigen Sozialkompetenzen erfolgt durch die Teilnahme an diversen Aktivitäten im und um den Sportverein herum. Respekt, Fair-Play dem sportlichen Gegenüber sowie vor den Betreuer:innen, der Umgang mit Niederlagen und Erfolgen, die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls sowie die Bereitschaft zur Übernahme von gemeinschaftlicher Verantwortung, sind nur ein paar Eigenschaften, die der Sport in der Persönlichkeitsentwicklung vermitteln kann.
Der Sportverein ist für die Standortgemeinde meist ein unverzichtbarer Partner. Er übernimmt häufig Aufgaben in der Organisation des Gemeindelebens. Seine Tätigkeiten ergeben sich aus der Mitwirkung bei Gemeindeveranstaltungen bis hin zur Zusammenarbeit mit Gemeindeinstitutionen wie Kindergärten, Schulen oder Seniorenheimen.
