Michael Hayböck: Ein Großer verlässt die Sprungschanze!

Nach über einem Jahrzehnt im Weltcup verabschiedet sich Michael Hayböck, der seine Leidenschaft für den Skisprungsport bei der UVB Hinzenbach entdeckte, vom Profisport. Der 33-jährige Oberösterreicher feierte große Erfolge, darunter Olympia-Silber, fünf Weltcupsiege und einen zweiten Platz bei der Vierschanzentournee. Alle kleinen Bilder (unten): UVB Hinzenbach

Mit dem Weltcup-Finale in Planica ging Ende März eine beeindruckende Karriere zu Ende: Michael Hayböck verabschiedete sich nach über einem Jahrzehnt im Spitzensport. Der 33-jährige Oberösterreicher und Wahl-Salzburger, der seine Leidenschaft für das Skispringen bei der UVB Hinzenbach entdeckt hatte, feierte zahlreiche Erfolge, darunter Junioren-WM-Gold 2010, Olympia-Silber 2014, den zweiten Platz in der Vierschanzentournee 2014/15 und fünf Weltcupsiege. Seinen ersten Weltcupsieg holte er 2015 in Bischofshofen – ausgerechnet vor seinem engen Freund Stefan Kraft. Insgesamt stand er 26-mal auf dem Weltcup-Podium. Auch in der laufenden Saison bewies er seine Klasse mit drei Podestplätzen.

© GEPA pictures/ Wolfgang Kofler
SKI JUMPING - FIS WC Bischofshofen

“Freue mich auf Neues”

“Die Entscheidung, einen Schlussstrich zu ziehen, ist natürlich keine, die man von heute auf morgen trifft”, so Hayböck. “Aber über die letzten Monate wurde immer klarer, dass jetzt der perfekte Moment ist, um meine Karriere frohen Mutes zu beenden, Zeit für die Familie zu haben und mich auf Neues zu freuen.” Nach dem Ende seiner Skisprungkarriere plant Hayböck, sich auf seine zweite Leidenschaft, das Golfspielen, zu konzentrieren. Zudem möchte er sein Bauingenieur-Studium abschließen. Cheftrainer Andreas Widhölzl würdigte ihn als herausragenden Sportler: “Michi hat eine lange, schöne Karriere mit vielen Highlights gehabt und dabei immer wieder sein Talent, seinen Fleiß und seinen klugen Kopf unter Beweis gestellt. Die Entscheidung kann ich natürlich verstehen – im Profisport bleibt wenig Zeit für die Familie. Ich wünsche ihm, dass er seine “Sportpension” in vollen Zügen genießen kann. Sein neuer Weg wird sicher mindestens so erfolgreich wie der als Athlet.”

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