SPORTUNION: “Keine Toleranz bei Gewalt gegen Kinder”

Eltern und Erziehungsberechtigte müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder im Sportverein in der Obhut von verantwortungsvollen Personen sind. Die SPORTUNION Österreich hat deshalb bei ihrer Präsidiumssitzung einstimmig die Umsetzung eines Kinderschutz- und Präventionskonzeptes beschlossen.

Sport muss sicher sein – für jeden, aber vor allem für unsere Kinder. Schon in den vergangenen Jahren setzte die SPORTUNION deshalb immer wieder Maßnahmen, um dafür zu sorgen, dass ihre Vereine ein sicheres und respektvolles Umfeld bieten können. So wurden etwa ein Nulltoleranz-Konzept gegen sexuelle Gewalt und ein eigener Ehrenkodex entwickelt. Bei der Präsidiumssitzung Anfang September wurde nun der nächste Schritt beschlossen.

Die SPORTUNION duldet keine Art von Gewalt, auch nicht in verbaler Form oder durch Übertraining

Die SPORTUNION wird ein eigenes Kinderschutz- und Präventionskonzept entwickeln. Darauf einigten sich die Vertreter der einzelnen Landesverbände und des Bundesvorstands am Freitag in Linz einstimmig. „Wir müssen präventiv tätig sein. Sport ist bereits einer der sichersten Orte, kann aber noch sicherer werden. Die SPORTUNION duldet keine Art von Gewalt, auch nicht in verbaler Form oder durch Übertraining“, erklärt Peter McDonald, Präsident der SPORTUNION Österreich.

Jedes zweite Mitglied ist minderjährig

Dabei wird nun ein besonderer Fokus auf den Umgang mit den jüngsten Vereinsmitgliedern gelegt. Denn fast jedes zweite der 670.000 SPORTUNION-Mitglieder (rund 45 Prozent) ist noch keine 18 Jahre alt. Ein aktueller Fall von Missbrauch innerhalb des Verbandes ist aktuell erfreulicherweise nicht bekannt, medial ist das Thema aus gegebenen Anlässen aber leider immer wieder aktuell. „Unsere Verantwortung macht es nötig sich mit solchen Maßnahmen auseinanderzusetzen. Im Vorhinein und nicht erst, wenn etwas passiert.“

Um den Beschluss in die Tat umzusetzen, ist die SPORTUNION derzeit mit einer renommierten Organisation im Bereich Kinderschutz in Kontakt. Der Prozess soll in den nächsten Monaten starten, Ziel ist ein maßgeschneidertes Konzept und die gemeinsame Entwicklung einer Kinderschutzrichtlinie. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen dann in Form von konkreten Maßnahmen und Fortbildungen umgesetzt werden.

Die Vertreter des SPORTUNION-Präsidiums um Peter McDonald (Mitte) setzen in der Linzer Trendsporthalle „Zero Limits“ gemeinsam ein Zeichen für den Kinderschutz.

Foto 1: Finanzreferent Wilfried Drexler, Vorstandsmitglied Pamela Forster, Vizepräsidentin Michaela Huber, Präsident Peter McDonald, Vizepräsidentin Yvonne Schuring, Vorstandsmitglied Urs Tanner und Generalsekretär Stefan Grubhofer (v.l.n.r.)

Foto 2: Die Vertreter des SPORTUNION-Präsidiums um Peter McDonald (Mitte) setzen in der Linzer Trendsporthalle „Zero Limits“ gemeinsam ein Zeichen für den Kinderschutz.

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