Peter Herzog läuft neuen Marathon-Rekord- Gold für Julia Mayer Halbmarathon

Sensationelle Leistung von Peter Herzog (UNION Salzburg LA) beim London-Marathon, der aufgrund der Corona-Virus-Pandemie als Eliterennen mit einem ungemein starken Teilnehmer/innen-Feld ausgetragen wurde.

Auf einem Rundkurs in der Londoner Innenstadt waren 19 Runden zu bewältigen. Die Wetterbedingungen waren aber leider alles andere als perfekt. Regen, eine nasse Strecke und stellenweise starker Wind erschwerten die Bedingungen für die Athletinnen und Athleten.

Peter Herzog wurde mit neuem österreichischen Rekord von 2:10:06 Std. starkter Zwölfter.

38 Sekunden schneller als Ketema bei ÖLV-Rekord

„Ein unglaublicher Tag heute in London, ich hätte nicht geglaubt, dass der so für mich und für den österreichischen Laufsport ausgeht. Wir haben wieder eine neue Marke setzen können im Marathonsport“, sagt Neo-Rekordhalter Peter Herzog wenige Stunden nach seiner fulminanten Leistung.

„Es macht mich ganz besonders stolz, dass die Arbeit von meinem Trainer (Hannes Langer), mir und vom gesamten Umfeld so Früchte trägt. Es helfen mittlerweile so viele Leute mit, dass solche Leistungen zustande kommen“, freut sich der Salzburger, der sich mit einem Höhentrainingslager in St. Moritz auf den London-Marathon vorbereitet hatte.

Top-Zeit bei schwierigen Verhältnissen

„Das Wetter hat es uns nicht leicht gemacht. Es hat die letzten Tage schon geschüttet und geblasen, es war unglaublich schwierig, das auch im Kopf auch zu verarbeiten. Ich habe gewusst, ich bin wahrscheinlich noch einmal etwas stärker als im letzten Jahr. Das hat mich zugleich aber mit den Bedingungen der letzten Tage zweifeln lassen, ob ich es da so umsetzen kann. Bei der Anreise heute waren überschwemmungsartige Bedingungen, der Wind hat geblasen und dass dann so eine Leistung herausschaut , das ist genial“, sagt der 32-Jährige über die äußeren Bedingungen und die Ausgangslage vor dem heutigen Rennen.

Rekord ist „speziell“ und „emotional“

Wetterbedingt entschied sich der Salzburger nicht wie geplant mit der 2:08er-Gruppe mitzulaufen, sondern sich in der 2:11er-Gruppe einzuordnen. Er wusste, dass er mit einer guten Tagesform dann „hinten raus, ein gutes Rennen machen kann“ und, „dass ist mir voll geglückt“. Dass er dann sogar den österreichischen Rekord von Lemawork Ketema um 38 Sekunden verbessern konnte, beschrieb er als „speziell“ und „emotional“.

„Ich möchte mich bei meiner Familie bedanken, bei meinem Trainer Hannes Langer, beim Österreichischen Leichtathletik-Verband, beim Salzburger Leichtathletik-Verband, bei so vielen Menschen, bei meinen ganzen Sponsoren und Unterstützern, ohne euch wäre das heute nicht möglich gewesen“, fand Peter Herzog am Ende seiner Stellungnahme Dankesworte.

Entwicklung des österreichischen Marathon-Rekords
2:12:22 Std. – Gerhard Hartmann – Wien, 13.04.1986
2:10:47 Std. – Günther Weidlinger – Frankfurt (GER), 25.10.2009
2:10:44 Std. – Lemawork Ketema – Wien, 07.04.2019
2:10:06 Std. – Peter Herzog – London (GBR), 04.10.2020

Julia Mayer holt Gold bei den Staatsmeister im Halbmarathon

Bei idealen Laufbedingungen und auf einer schnellen Strecke entlang der Salzachufer jubelte Julia Mayer (DSG Wien) nach einem langen Sololauf über die Goldmedaille.

Das Rennen der Frauen startete mit gemäßigtem Tempo. Nach etwa fünf Kilometern fasste sich Julia Mayer ein Herz und beschleunigte. Relativ rasch setzte sie sich als Solistin vom Rest des Feldes ab und lief in einer Zeit von 1:16:03 Stunden einen klaren Sieg nach Hause.

„Ich bin sehr zufrieden mit diesem Sieg und, nachdem wir für die ersten fünf Kilometer rund 19 Minuten gebraucht haben, ist die Endzeit absolut in Ordnung“, bilanzierte die 27-Jährige, die ihren ersten Staatsmeistertitel im Halbmarathon in ihrem zweiten Wettkampf über diese Distanz überhaupt mit einer persönlichen Bestleistung garnierte.

Zwei Wochen nach der Niederlage gegen Sandrina Illes (Union St. Pölten) im 10km-Straßenlauf setzte sie in Salzburg einen Konter. „Wenn man vor einem Ausdauertalent wie Sandrina ins Ziel kommt, ist das immer etwas Besonderes“, freute sich die Wienerin.

 

 

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