Saisonstart – zweiter Versuch!

Nachdem Hörl/Horst ihren geplanten Saisonstart vor rund vier Wochen Corona bedingt kurzfristig absagen mussten, werden sie nun beim Pro Tour Future Turnier in Songkhla in den Beach Volleyball Sommer 2022 starten. Ab Donnerstag wird in Thailand gespielt, Julian Hörl und Alex Horst steigen als Nummer 2 gesetzt am Freitag in den Bewerb ein.

Eigentlich hätte für Julian Hörl und Alexander Horst bereits Mitte März beim Beach Volleyball World Tour Challenger Turnier in Tlaxcala (MEX) ein neues Kapitel ihrer Karrieren beginnen sollen. Auf Grund einer Corona Infektion bei Julian mussten die zwei jedoch den Start in die neue Saison ver-schieben.

Alex Horst: „Das war eine ganz eigenartige und schwierige Situation für uns. Wir waren, bereits im Flugzeug nach Madrid, als uns die Nachricht einer Infektion eines ganz nahen Familienmitglieds von Julian erreicht hat. Was sollten wir machen? Nach Mexiko weiterreisen und hoffen, dass nichts passiert oder bei einer Infektion dann vor Ort in Quarantäne müssen und eventuell das Virus in die Beach Volleyball Familie einschleppen? In Madrid haben wir entschieden, umzukehren nachdem das ungute Gefühl überwog. Es war gut und richtig so, denn 3 Tage später war Julian positiv und für fast 10 Tage außer Gefecht!“
Nach 10 erfolgreichen Jahren an der Seite von Clemens Doppler, mit Olympia-Teilnahmen in London und Rio de Janeiro, sowie Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften, beginnt für Alex Horst ein sportlicher Neustart. Neben dem neuen Partner muss er auch mit den veränderten Startbedingungen auf der World Tour umgehen lernen, was so viel heißt, zuerst Mal wieder durch die Mühlen der Qua-lifikation zu gehen oder die kleineren Future Turniere in Angriff zu nehmen. Diese Woche findet zeit-gleich in Itapema (BRA) ein Challenger sowie in Songkhla (THA) ein Future-Event statt. Hörl/Horst haben sich für Thailand entschieden um Spielpraxis und Selbstvertrauen zu sammeln.

Alex Horst: „Die FIVB hat über diesen Winter die Struktur der Tour verändert und deutlich weniger Startplätze bei den einzelnen Events zugelassen. Für neu formierte Teams mit weniger Punkten ist das somit eine enorme Verschlechterung der Ausgangslage. Aktuell müssen wir bei Challenger Tur-nieren, den früheren 3*-Events zittern ob wir überhaupt in den Qualifikationsbewerb kommen. Wir haben uns daher diesmal für das Future in Thailand entschieden. Wir wollen dort am Finaltag dabei sein und hoffen auf einen Podestplatz.“
Für das Team Hörl/Horst ist es nicht das erste gemeinsame Antreten. Bereits 2017, direkt nach dem Vize-Weltmeistertitel von Doppler/Horst, ist der Saalfeldener anstelle des verletzten Clemens Doppler bei der EM in Jurmala eingesprungen. Trotz eines Siegs in der Gruppenphase ist man damals nicht aus der Vorrundengruppe gekommen. Für heuer und die kommenden Jahre hat sich der um 10 Jahre jüngere Block-Spezialist deutlich mehr vorgenommen.

Julian Hörl: „Die Olympischen Spiele 2024 in Paris sind unser großes Ziel, da wollen wir dabei sein. Die Qualifikation dafür beginnt erst ab Jänner 2023, sprich wir haben die gesamte Saison Zeit uns in Position zu bringen und als Team einzuspielen. Für Thailand ist die Mission klar. So viele Spiele wie möglich mitnehmen und in einen Wettkampfrhythmus kommen. Anfang/Mitte Mai werden wir dann bei den zwei Challenger Events in Doha und in der Türkei in der Qualifikation aufschlagen!“

Die Qualifikationsprozess für die Olympischen Spiele 2024 beginnt per 1.Jänner 2023 und geht bis 10. Juni 2024. Die Top 17 der Weltrangliste, der Weltmeister von 2023, die 5 Kontinental-Cup Sieger sowie Frankreich als Ausrichterland werden das 24 Teams umfassende Teilnehmerfeld unter dem Eiffel-Turm bilden.
Julian Hörl: „Auch wenn das Endziel die Qualifikation für Paris 2024 ist, denke ich aktuell noch nicht daran. Wir werden versuchen uns Stück für Stück an die Top 17 der bereinigten Weltrangliste – nur 2 Teams pro Nation sind startberechtigt – heranzukämpfen. Der Startschuss erfolgt jetzt mit dem ersten Aufschlag in Songkhla, wo wir als 2 gesetzt sind und bei den heißen und schwülen Bedingungen auch aufs Treppchen wollen!“

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