Titel des int. Silvesterlaufs Peuerbach gehen nach Serbien und Kenia

Einen europäischen Sieger gab es beim Int. Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach 2019 zu bejubeln. Nach Jahren der afrikanischen Dominanz schaffte bei den Männern ein Athlet aus Serbien nicht nur den Sieg, sondern auch einen neuen Streckenrekord. Bei den Frauen ging der Titel an Kenia, ebenfalls mit neuem Streckenrekord. Jubel gab es bereits vor dem ersten Startschuss: Mit 1050 Teilnehmern wurde erstmals in der 39-jährigen Geschichte der Veranstaltung die magische 1000er-Grenze überschritten.


Lauf der Asse Männer
Vorjahressieger Davis Kiplangat oder Weltrekordmann Robert Keter, wer wird gewinnen? Das schien die Frage vor dem Lauf der Asse zu sein. Doch schon nach der ersten Runde war klar: Da läuft noch einer mit. Elzan Bibic aus Serbien ließ die beiden favorisierten Kenianer nicht einfach dahinziehen, sondern blieb ihnen von Beginn an auf den Fersen. Runde für Runde baute das Trio seinen Vorsprung aus, bis nach 6.800 Metern die Sensation perfekt war und Bibic mit neuem Streckenrekord von 18:29,05 Minuten vor Robert Keter und Davis Kiplangat gewann. „Das war ein geniales Rennen, ich bin so glücklich, danke danke an das Publikum für diese Mega-Unterstützung“, strahlte der Serbe im Ziel. Vor der letzten von acht Runden lag das Spitzentrio noch vier Sekunden über Streckenrekordkurs, im Ziel war die alte Bestmarke von 18:32 Minuten aus dem Jahr 2012 (Leonard Komon) Geschichte. „Ich weiß selber nicht genau, wie ich das geschafft habe, die beiden Kenianer haben mich so gepusht und ich habe einfach noch mal alles gegeben“, so der 20-jährige Bibic, der heuer bereits mit zwei U23-EM-Medaillen aufgezeigt hatte.
Rang vier ging an den Niederländer Mike Foppen, Rang fünf holte sich dessen Landsmann Richard Douma. Bester Österreicher wurde Andi Vojta auf Rang 6. „Das war ein sehr schnelles Rennen heuer, ich habe meine Peuerbach-Bestzeit um zehn Sekunden verbessert. Ich bin gut in Form, letztes Jahr wäre sich mit dieser Zeit ein Stockerlplatz ausgegangen“, so Vojta.


Lauf der Asse Frauen
Davor war es schon Eva Cherono aus Kenia, die sich mit einem neuen Streckenrekord in die Sieger-Chronik eintrug: Nachdem sie schon im Vorjahr den Int. Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach gewonnen hatte, dabei aber wenige Sekunden über dem Streckenrekord geblieben war, war sie heuer topmotiviert. „Es war keine leichte Aufgabe, aber jetzt bin ich überglücklich“, so Cherono in einem ersten Statement nach dem Lauf. 15:32,30 Minuten bedeuten neuen Streckenrekord und eine Verbesserung der alten Bestmarke, die Ruth Jebet mit 15:38 Minuten seit 2017 gehalten hatte. „Den Streckenrekord von einer Olympiasiegerin zu verbessern, das ist schon ein Ritterschlag“, freute sich auch Athletenmanager Carsten Eich über den Erfolg. Zweite hinter Cherono wurde die Deutsche Caterina Granz, Deutsche Meisterin und Studenten-Weltmeisterin über 1500 Meter. „Es war ein schwieriges Rennen für mich, weil ich ab der zweiten Runde alleine lief. Ich konnte nach zwei Runden leider nicht mehr mit Eva Cherono mithalten, aber das Publikum hat mich getragen“, so Granz im Ziel.
Rang drei holte sich die Kroatin Bojana Bjeljac. Sie war zum ersten Mal in Peuerbach dabei und von der Stimmung begeistert. „Ich bin sehr zufrieden, es war ein perfekter Wettkampf“, so Bjeljac. Vierte wurde Nina Lauwaert aus Belgien, Fünfte die Tschechin Moira Stewartova, Rang sechs ging an die Ukraine mit Oleksandra Shafar.


Größter Kinder-Silvesterlauf Österreichs
Dass der Int. Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach mit seinen Weltklasseathleten auch das größte Kinder-Bewegungsfest zum Jahresende ist, zeigten die ersten Bewerbe: Alleine bei den Nachwuchsbewerben, die ab 12 Uhr mit Starts im Fünf-Minuten-Takt den Lauftag eröffneten, waren mehr als 500 Burschen und Mädchen dabei – auch das ist Rekord. Ab dem Geburtsjahr 2014 wurde jeder Jahrgang extra gewertet. In Begleitung von „Sumsi-Bienen“ und „Generali-Löwen“ und angefeuert von Eltern und Zuschauern liefen die Stars von morgen vom Sprint über 100 Meter bis zur „Schartner-Bombe-Meile“ über 1700 Meter.

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