Klimafitte Sportstätten: Investition in die Zukunft durch Fernwärme für Union Deutsch-Wagram

Die Energieeffizienz steigern, den Energieverbrauch reduzieren, erneuerbare Energie auf der eigenen Sportstätte produzieren. Die ersten SPORTUNION-Vereine setzen im Rahmen des Projekts “Klimafitte Sportstätten” wichtige Schritte in Richtung Klimafreundlichkeit: Ab sofort wird etwa die Sporthalle der Union Deutsch-Wagram mit umweltfreundlicher Fernwärme beheizt. Obmann Günter Pauser: “Für uns ist der Umstieg auf Fernwärme eine Investition in die Zukunft. Ich kann nur allen Vereinen in Österreich empfehlen, sich zum Thema “Klimafitte Sportstätten” zu informieren.”

Sportstätten spielen eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen Leben Österreichs, indem sie Gesundheit fördern, Werte wie Fairness und Teamgeist vermitteln und soziale Bindungen stärken. Angesichts steigender Energiekosten und der Notwendigkeit, umweltfreundlicher zu agieren, wird die Modernisierung dieser Einrichtungen immer wichtiger. Die Möglichkeiten, die eigene Sportstätte umweltfreundlicher, nachhaltiger, moderner, aber auch kosteneffizienter zu gestalten, sind vielfältig (Infos dazu unten unter dem Link “Webseite: Green Sport(Union)”). Ein wichtiger Punkt: Jede Sportanlage ist einzigartig. Es sind daher maßgeschneiderte Konzepte nötig, um den individuellen Bedürfnissen und Herausforderungen gerecht zu werden.

Was sind klimafitte Sportstätten

Persönliche Beratung durch Expert:innen

Das Projekt “Klimafitte Sportstätten” der SPORTUNION bietet Vereinen die Möglichkeit, ihre Sportanlagen nachhaltiger und kosteneffizienter zu gestalten. Ein zentrales Element dieses Projekts ist die kostenlose und unverbindliche Beratung durch Nachhaltigkeitsexpert:innen, die den aktuellen Zustand der Sportstätte analysieren und gemeinsam mit den Vereinen erste Schritte zu klimafreundlichen Maßnahmen entwickeln. Ziel ist es, den Energiebedarf zu senken und somit die Betriebskosten zu reduzieren.

Wie du einen Beratungstermin vereinbarst!

Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung Unter diesem Link findest du alle unsere Ansprechpersonen je Bundesland. Nimm Kontakt auf, um einen Termin für ein Telefongespräch zu vereinbaren. Unser Team steht dir auch zur Verfügung, um deine ersten Fragen zu beantworten und die ersten Schritte zu besprechen.
Das Telefongespräch Im Telefongespräch geht es darum, deiner Ansprechperson nähere Details zur Sachlage zu schildern. Gemeinsam versucht ihr dann, spezifische Bedürfnisse und Ziele abzuleiten. Dies ist der Moment, in dem wir gemeinsam den Grundstein für deine maßgeschneiderte Lösung legen.
Weitere Schritte Nach dem Gespräch leitet deine Ansprechperson die nächsten Schritte ein, die je nach deinen individuellen Anforderungen variieren können. Dies kann die Planung eines persönlichen Treffens, die Einleitung weiterer Analysen oder die Vernetzung mit (Beratungs-)Unternehmen umfassen.

Die wichtigsten Infos im Überblick

Der Leitfaden “Klimafitte Sportstätten” bietet umfassende Informationen und praktische Checklisten zu verschiedenen Bereichen wie Stromverbrauch, Beleuchtung, Heizung und Kühlung. Er unterstützt Vereine dabei, maßgeschneiderte Konzepte für ihre individuellen Bedürfnisse zu entwickeln. Zudem werden Informationen zu Umweltförderungen bereitgestellt, die finanzielle Unterstützung von bis zu 50% für nachhaltige Investitionen ermöglichen. Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen können Sportvereine nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch ihre finanzielle Situation langfristig verbessern und moderne, zukunftsfähige Sportstätten für ihre Mitglieder schaffen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden gebäudebezogene Investitionsmaßnahmen zur Einsparung von Endenergie in Sportstätten (zum Beispiel Sporthalle, Sportplatz, spezielle Anlage für einzelne Sportarten) in Österreich. Das sind :

A. Thermische Gebäudesanierung Maßnahmen zur thermischen Gebäudesanierung (umfassende Sanierungen und Einzelmaßnahmen)
B. Energieeffiziente und klimafreundliche Heizung Umstellung auf energieeffiziente und klimafreundliche Heizung (Anschluss an Fernwärme, Wärmepumpe, Holzheizung)
C. Energiesparmaßnahmen Energiesparmaßnahmen (Beleuchtung, Lüftung, Wärmerückgewinnung)
D. Energieeffiziente und klimafreundliche Kühlung Maßnahmen für energieeffiziente und klimafreundliche Kühlung

Neben der Anlage werden auch Planung und Montage als förderungsfähige Kosten anerkannt. Genaue Informationen in diesem Informationsblatt.

© Union Deutsch-Wagram
Union Deutsch-Wagram1

Union Deutsch-Wagram setzt auf klimafreundliche Fernwärme

Die Union Deutsch-Wagram hat in den letzten Wochen einen wichtigen Schritt in Richtung Klimafreundlichkeit unternommen: Ab sofort wird die Unionhalle mit umweltfreundlicher Fernwärme beheizt. Auslöser für diese Entscheidung war ein Heizungsausfall im Mai 2024, bei dem aufgrund fehlender Ersatzteile keine Reparatur mehr möglich war. Der Vereinsvorstand beschloss daraufhin, auf Fernwärme umzusteigen. Dank der reibungslosen Zusammenarbeit mit der EVN und einem Fachbetrieb aus Strasshof konnte die Planung und Umsetzung rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode abgeschlossen werden. Nur wenige Tage nach der 75-Jahr-Feier der Union Deutsch-Wagram wurde die neue Heizung in Betrieb genommen. “Für uns ist der Umstieg auf Fernwärme eine Investition in die Zukunft”, betont Obmann Günter Pauser. “Ich kann nur allen Vereinen in Österreich empfehlen, sich zum Thema “Klimafitte Sportstätten” zu informieren.”

Wie funktioniert Fernwärme?

Fernwärme ist eine effiziente und umweltfreundliche Energieversorgung, bei der Wärme zentral in Kraftwerken oder Heizwerken erzeugt und über ein gut isoliertes Leitungssystem direkt in Haushalte geleitet wird. Diese gebrauchsfertige Wärme wird für Heizung und Warmwasser genutzt, ohne dass vor Ort ein eigener Heizkessel, Brenner oder Brennstofflager notwendig ist. Das spart Kosten, Aufwand und Platz, während die Versorgung zuverlässig und bequem erfolgt. Fernwärme kommt unter anderem aus Wärmekraftwerken. Hier wird thermische in elektrische Energie umgewandelt. Dabei entsteht Abwärme, also ein Nebenprodukt, das nicht weiter verwendet wird. Um diese Wärme trotzdem voll ausnutzen zu können, sorgt man für eine Kraft-Wärme-Kopplung.

Günter Pauser im Interview

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