SPORTUNION: “Kinderschutz muss im Sport weiterhin oberste Priorität haben”

Sportvereine sollen gemäß dem neuen Maßnahmenpaket der Bundesregierung künftig bei der Erstellung von Kinderschutzkonzepten auch vom BMKÖS unterstützt und besser informiert werden. Die gesetzliche Möglichkeit auf mehr Transparenz für Vereine und Verbände wird geprüft.

Am Mittwoch hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket für den Kinderschutz präsentiert. Demnach sollen auch Sportvereine, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, vom BMKÖS dabei unterstützt werden, Kinderschutzkonzepte zu erarbeiten und zu implementieren. Die SPORTUNION hat auf Verbandsebene bereits im September die Umsetzung eines solchen beschlossen.

“Hier werden richtungsweisende Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Kinderschutzkonzepte sind aktuell wichtiger denn je. Mit unserer und der Unterstützung der Regierung wird es nun auch für Sportvereine einfacher, auf freiwilliger Basis ein eigenes Konzept zu erstellen. Die Sicherheit unserer Kinder muss im Sport weiterhin an oberster Stelle stehen”, sagt SPORTUNION-Generalsekretär Stefan Grubhofer.

Stefan Grubhofer

Geprüft wird auch die rechtliche Möglichkeit einer Verständigungspflicht. “Aktuell ist es für Vereine und Verbände gesetzlich oft schwierig herauszufinden, ob von einzelnen Personen akute Gefahr wegen sexueller Gewalt gegen Minderjährige ausgeht. Es ist wichtig, dass hier mehr Transparenz geschaffen wird”, so Grubhofer.

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