Sportoffensive für das Burgenland: Sport braucht mehr Platz

Der Sport im Burgenland hat durch die Corona-Krise, die den Bewegungsmangel noch verstärkt hat, sowie die Pleite der Commerzialbank zuletzt harte Rückschläge erlebt. Der SPORTUNION ist es daher umso wichtiger, Bewegung und Fitness weiter zu fördern, das Sport- und Vereinswesen bestmöglich zu unterstützen sowie mit innovativen Ideen weiterzuentwickeln. Nach Corona-Lockdown hat der Dachverband daher eine Sommersportoffensive unter dem Slogan #comebackstronger gestartet. Ziel ist es, das Burgenland nach der längsten Sportpause seit 75 Jahren wieder fit zu machen und 100 Prozent der Sportvereine durch die Krise zu helfen, um dem Sport im Land ein Comeback zu ermöglichen. Zuletzt wurden in der Landeshauptstadt Eisenstadt einige wegweisende Schritte umgesetzt.

„Mit unserer Sommersportoffensive fördern wir aktiv Bewegung in den verschiedensten Bereichen, ob im Rahmen von ‚Bewegt im Park‘, im Zuge unserer Ferienbetreuung in den Vereinscamps unter anderem in Oberwart, Neusiedl, Oggau und Neckenmarkt, oder auch hier in den Bewegungsräumen unserer Landesgeschäftsstelle sowie bei den actiondays. Großer Dank gebührt an dieser Stelle, neben unseren engagierten Vereinen, auch unseren Partnern und Unterstützern, wozu insbesondere die Landeshauptstadt Eisenstadt zählt“, so SPORTUNION-Burgenland Präsidentin Karin Ofner. Im Rahmen von „Bewegt im Park“ organisiert die SPORTUNION gemeinsam mit dem ÖBSV (Österreichischer Behindertensportverband) auch inklusive Einheiten in 7 Bundesländern. Im Burgenland gab es in diesem Rahmen in Jennersdorf eine Auftaktveranstaltung Mitte Juli. Hinzu kommen viele weitere klassische Bewegungs-Einheiten, die von regionalen Vereinen umgesetzt werden, zum Beispiel in Güssing, Pinkafeld, Riedlingsdorf, Bad Sauerbrunn, Eisenstadt, Donnerskirchen, Frauenkirchen und Halbturn.

SPORTUNION: Schulsporteinrichtungen müssen auch in der Ferienzeit geöffnet bleiben

„Ein ganz besonderes Anliegen, im Rahmen unserer Kampagne #comebackstronger, ist uns die Öffnung der Schulsportstätten. Sport braucht dringend mehr Platz und Möglichkeiten, weshalb hier auch die Politik auf allen Ebenen ihre Bemühungen verstärken muss. Die Schließungen in der Ferienzeit, teilweise über 180 Tage im Jahr, sind kein haltbarer Zustand. Hier braucht es endlich ein Umdenken. Umso erfreulicher sind die vorbildlichen Maßnahmen in Eisenstadt, wo über die Sommerferien die städtischen Schulsporteinrichtungen großteils für Vereine geöffnet sind. Es bleibt zu hoffen, dass diese positive Entscheidung auch von anderen politischen Verantwortungsträgern im Sinne des Sports übernommen wird“, hält Ofner fest und verweist darauf, dass Sportstätten der SPORTUNION umgekehrt auch von Schulen genutzt werden – wozu auch die neue Landesgeschäftsstelle in Eisenstadt gehört. Derzeit werden die SPORTUNION-Vereine auch bei der Abwicklung des NPO-Fonds aktiv unterstützt.

© SPORTUNION
SPORTUNION Präsidentin Karin Ofner, Geschäftsführer Mag. Patrick J. Bauer und Eisenstadts Bürgermeister LAbg. Mag. Thomas Steiner setzen sich für mehr Platz für den Sport einSPORTUNION Präsidentin Karin Ofner, Geschäftsführer Mag. Patrick J. Bauer und Eisenstadts Bürgermeister LAbg. Mag. Thomas Steiner setzen sich für mehr Platz für den Sport ein

Steiner: In Eisenstadt machen wir seit vielen Jahren Sportpolitik mit Weitblick und Herzblut

„Das Coronavirus hat auch das Sport- und Vereinswesen vor große Herausforderungen gestellt und unser gesellschaftliches Leben enorm eingeschränkt. Gerade unsere Sportvereine mussten viele Einschränkungen hinnehmen, um die Pandemie einzudämmen. Deswegen war es uns wichtig, dass wir den Vereinen – im wahrsten Sinne – noch mehr Raum in Eisenstadt geben“, so Bürgermeister Thomas Steiner zu den Gründen. Die Sporthalle Volksschule Kleinhöflein, Sporthalle und Gymnastiksaal VS Eisenstadt, Sporthalle Volksschule St. Georgen, Sportplatz Kleinhöflein sowie der Sportplatz Mittelschule Rosental – Eisenstadt stehen den Vereinen nun bis Schulanfang zur Verfügung.

Er betont weiter: „Eisenstadt ist eine Sportstadt, in der wir seit vielen Jahren Sportpolitik mit Weitblick und Herzblut machen. Unsere Sportvereine werden jährlich mit etwa 250.000 Euro an Förderungen unterstützt. Jährlich investieren wir rund 1,5 Millionen in den Betrieb unserer Infrastruktur, etwa Allsportzentrum, Freibad etc. 2019 waren es wegen dem Bau der Leichtathletikanlage sogar über eine Million mehr.“ Die Leichtathletik-Arena – mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Millionen Euro, dazu kommen Grundstücke im Wert von 3,4 Millionen Euro – ist ein sportpolitischer Meilenstein für den Spitzen-, Breiten- und natürlich Schulsport. Damit wurde der Leichtathletik-Sport auf ein neues Level in der gesamten Ostregion gehoben. Aktuell wird in einen neuen, größeren Skaterplatz investiert, zudem wird der Sporttrakt der Mittelschule um 400.000 Euro saniert.

Eisenstadt ist eine gesunde und lebenswerte Stadt, in der die Lebensqualität großgeschrieben wird. Damit dies auch zukünftig so bleibt, investiert die Stadtgemeinde seit dem Jahr 2017 unter dem Motto „Eisenstadt tut mir gut“ verstärkt in die kommunale Gesundheitsförderung. Eines der zehn definierten Ziele ist es, die ist Bewegung der Bevölkerung und speziell der Kinder zu erhöhen. „Es gibt eine Vielzahl von kleinen Aktivitäten und Maßnahmen – Yoga, Schwimmkurse für Kinder oder Senioren, die den Eisenstädtern angeboten werden. Das Projekt läuft gut, das Interesse steigt mit jedem Jahr“, so Steiner. Zudem ist Eisenstadt ein Partner der Aktion „Bewegt im Park.“ Hier wird ein vielfältiges Bewegungsprogramm in den öffentlichen Parkanlagen angeboten.

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