Zielona Góra (Polen), 26.–28. September 2025 – Das österreichische Jodo-Nationalteam zeigte bei der diesjährigen Europameisterschaft starke Leistungen. Gleich fünf der sechs Teilnehmenden schafften den Sprung aus der Vorrunde in die K.o.-Phase – ein beachtlicher Erfolg für das kleine, aber engagierte Team.

In der Kategorie Nidan (2. Dan) erkämpfte sich die Linzerin Xenia Wanjung Bichler-Hwang (50) von KendoLinz die Bronzemedaille und sorgte damit für einen der größten österreichischen Erfolge bei dieser EM. Für ihre beeindruckende Technik und Konzentration wurde sie von den Kampfrichtern besonders gelobt.

Der „Fighting Spirit“-Award ging an Bernhard Zablacky (35) von KendoLinz. Der Aschacher überzeugte mit außergewöhnlichem Einsatz, Fairness und unermüdlichem Kampfgeist. Die Auszeichnung wird traditionell an Athlet:innen verliehen, die durch Haltung, Disziplin und sportliche Leidenschaft hervorstechen.

Auch im Teamwettbewerb konnte Österreich überzeugen: In der Vorrunde besiegte das Nationalteam sowohl Irland als auch Spanien und zog damit verdient in die K.o.-Phase ein. Dort musste sich das österreichische Team schließlich Ungarn geschlagen geben – dennoch ein starkes Gesamtergebnis, das den positiven Trend der letzten Jahre bestätigt.

Bei der japanischen Kampfkunst Jodo wird der Kampf mit dem Stock gegen das Schwert trainiert. Seit 2023 bietet der Verein KendoLinz die Disziplin an. Der beherzte Einsatz trägt Früchte: Im Jahr 2023 stelle Österreich erstmals seit 10 Jahren wieder ein Team für die Jodo-Europameisterschaft. In dieser Zeit konnte nun schon die zweite EM-Medaille errungen werden.

Foto: KendoLinz