ROHRBACH. Sensation vor Heimpublikum – als Underdog holt die Union Raiffeisen DIALOG telekom Arnreit einen Doppelsieg gegen die Tabellenersten und sichert somit den Klassenerhalt.
Nach wochenlangem Leistungstief gelingt in der 7. Runde vor Heimpublikum endlich der Befreiungsschlag. Als Außenseiter der vorletzten Runde begegneten die Mühlviertlerinnen nichts geringerem als der Tabellenspitze Union Haidlmair Schwingenschuh Nussbach und SPG Wolkersdorf/Neusiedl. Man ging mit geringen Erwartungen in die Spiele und vielleicht war das auch der Knackpunkt.
Schon im ersten Spiel gegen die Kremstalerinnen strotzten die Schützlinge von Trainerin Karin Azesberger von Energie. Nach dem ersten Satzsieg ließen sich die Gegnerinnen zwar noch nicht so schnell abwimmeln und glichen zum 1:1 aus, doch immer mehr spielten sich die Arnreiterinnen in einen Flow, vor allem Angreiferin Kathi Gahleitner punktete immer wieder durch eine perfekte Zuspielleistung von Emma Gierlinger. Die Nussbacherinnen spürten den Druck zum Gewinnen und strauchelten zunehmend. So ließ Arnreit nicht locker und holte den 1. Sieg mit 3:1.
In der zweiten Begegnung gegen SPG Wolkersdorf/Neusiedl blieb Arnreit im Leistungshoch und startete erneut energetisch ins Spiel. Gegen die druckvollen Angriffe mussten sich die Mühlviertlerinnen anfangs adaptieren, glichen doch im Laufe des Spiels immer mehr einer undurchlässigen Abwehrmauer. Ein hoch emotionaler Schlagabtausch entwickelte sich, wobei Arnreit auch immer wieder Satzrückstände von bis zu vier Punkte aufholen konnte. Nach den ersten zwei Satzsiegen definierte der 3. Satz den Höhepunkt des Spieles. Lange Ballwechsel und spektakuläre Einsätze auf beiden Spielhälften führten in die Verlängerung. Erst beim entscheidenden letzten Punkt war dann auf Seiten der Arnreiterinnen der Jubel groß. Neben dem zweiten Sieg gegen die Niederösterreicherinnen (3:0) ist der Klassenerhalt schon in der vorletzten Runde der Meisterschaft gesichert. „Wir wurden einerseits, als klarer Underdog der Runde, etwas unterschätzt, doch die Einstellung zum heutigen Spieltag war anders. Weniger Leistungsdruck und mehr Spielfreude führten heute zu dieser mannschaftlichen Topleistung und den Ergebnissen. Wir haben uns von unserer stärksten Seite präsentiert und wurden belohnt – ein gutes Gefühl nach der langen Durststrecke!“, freut sich Angreiferin Kathi Gahleitner über den Erfolg.
Foto: Magdalena Bauer
