“Wir bewegen Österreich” ist neue Chance den präventiven Charakter des Sports zu stärken

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Am 26. Oktober geht mit der ORF-Aktion “WIR BEWEGEN ÖSTERREICH” die Bewegungsinitiative “50 Tage Bewegung” mit einem großen Bewegungstag in ganz Österreich zu Ende. Am Mittwoch wurden die Details und Ziele hinter dem großen Angebot genauer vorgestellt.

Sport Austria-Präsident Hans Niessl, ORF-Hauptabteilungsleiter Corporate Social Responsibility Pius Strobl, ASKÖ-Präsident Hermann Krist, ASVÖ-Präsident Christian Purrer und SPORTUNION-Präsident Peter McDonald präsentierten am Mittwoch im Haus des Sports in Wien die Initiative “WIR BEWEGEN ÖSTERREICH”. Diese soll österreichweit mehr Bewusstsein für Gesundheit und Solidarität schaffen und den 26. Oktober zu einem gemeinschaftlichen Bewegungserlebnis mit einem zusätzlichen Charity-Gedanken machen. Ziel ist es, im Rahmen der Initiative auch Spenden für “ÖSTERREICH HILFT ÖSTERREICH” zu sammeln und damit Familien und Kindern, die Hilfe und Unterstützung brauchen, rasch und unbürokratisch zur Seite zu stehen. Der Nationalfeiertag am 26. Oktober soll durch “WIR BEWEGEN ÖSTERREICH” wieder jährlich zum großen Bewegungstag werden.

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gemeinsambewegen.at und spusu Sport App

Wichtige Elemente von “WIR BEWEGEN ÖSTERREICH” sind die spusu Sport App sowie die Website www.gemeinsambewegen.at. Während man über die App seine sportliche Leistung eintragen und damit seinen Beitrag zum Gesamtergebnis der Bevölkerung leisten und auch spenden  kann, findet man unter www.gemeinsambewegen.at alle Bewegungsangebote am 26. Oktober in ganz Österreich. Wichtig: Wer an einem der rund 100 Bewegungsangeboten teilnimmt, kann über die App seine Bewegungsleistung ebenso eintragen, wie jemand, der sich am 26. Oktober im Ausland befinden oder alleine sportlich aktiv sein sollte.

Wie wichtig Initiativen wie “WIR BEWEGEN ÖSTERREICH” sind, zeigt der negative Trend beim Aktivitätslevel der Bevölkerung: Dieser fiel laut SportsEconAustria im Zeitraum 2014 bis 2019 von 53,4 auf 48,1 Prozent bei den Männern und von 52,2 auf 45,1 Prozent bei den Frauen. „Übergewicht-Folgen und Depressionen sind rasch ansteigende Volkskrankheiten, die viel Leid und enorme Kosten verursachen. Man könnte durch Sport effektiv, niederschwellig und kostengünstig Vorsorge treffen, durch die viele Krankheiten gar nicht erst auftreten bzw. die diesen entgegenwirkt. Jeder Euro, der in den Sport investiert wird, kommt laut „Social Return of Investment“-Erhebungen 14-fach zurück. Österreichs Sportvereine und ihre 510.000 Ehrenamtlichen verabreichen täglich diese Wundermedizin Sport und Bewegung. Viele Programme unserer Vereine fördern die Fitness und durch Gruppenaktivitäten auch die Psyche”, so SPORTUNION-Präsident Peter McDonald.

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Peter McDonald
Peter McDonald

Um nachhaltig mehr gesunde Lebensjahre zu erreichen und Österreich zu einer Sportnation zu machen, braucht es für ihn aber auch einen Kraftakt der Politik. “Erfolg bemisst sich hier nicht in Olympia-Medaillen, sondern an der Anzahl von Kindern und Jugendlichen in Bewegung. Dazu braucht es ein erhöhtes Präventionsbudget für den Sport, Verwaltungsvereinfachung, die verpflichtende Öffnung von öffentlich finanzierten Sportstätten sowie Neu- und Ausbauten solcher und privater. Ein nationaler Schulterschluss ist nötig, um das Ziel, Österreich zur Sportnation zu machen zu erreichen. Der Sports-in-all-Policies-Ansatz muss auch von Bundeskanzler Karl Nehammer, dem ich zu seinem heutigen Geburtstag gratuliere, als Regierungschef federführend vorangetrieben werden”, so McDonald.

Deshalb müssen die Angebote ausgeweitet werden

Die körperliche Inaktivität in Österreich stellt bereits ein Wohlstandsrisiko dar. Die daraus resultierenden jährlichen Kosten betragen laut SportsEconAustria inzwischen 2,4 Mrd. Euro. Dabei werden durch Sport und Bewegung schon heute Krankheitskosten im Ausmaß von 527 Mio. Euro jährlich vermieden. Könnte die Zahl jener Menschen, die sich in Österreich ausreichend bewegen (150 Minuten pro Woche) um 10 Prozent gesteigert werden, wären Einsparungen von weiteren 120 Mio. Euro jährlich möglich.

Sport Austria-Präsident Hans Niessl erklärt: „Um diesen Effekt nützen zu können, muss die heimische Gesundheitspolitik beginnen, den organisierten Sport als natürlichen Partner im Präventionsbereich mitzudenken und aus den zahlreichen Bewegungs-Initiativen, -Angeboten und -Projekten flächendeckende Bewegungsprogramme in ganz Österreich entwickeln. Allen voran das größte Projekt, an dem der organisierte Sport federführend mitwirkt: die Tägliche Bewegungseinheit. Unser medizinisches System baut viel zu sehr darauf, Krankheiten zu behandeln, statt die Gesundheit zu erhalten.“

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