Der letzte Tanz 2017 für Tigger Tom

Hier ein kurzer Rückblick unseres Vorzeigeathleten Thomas Frühwirth!

 
Die Vorzeichen in der Rennwoche waren nicht die Besten, da ich mir beim Training eine Blasenentzündung zugezogen hatte. Das Blut im Urin hat mich nicht gerade beruhigt. Da ich aber kein Fieber bekam, wollte ich es trotzdem versuchen und der verordnete Nierentee (das Zeug hilft echt!?!) hat das Ruder herumgerissen. Zwar hatte ich in der letzten Woche nur einmal trainiert, aber in der letzten Woche gewinnt man eh nichts mehr.
Ich hatte ein sehr kurzes Reisefenster gewählt. So ging Am Freitag, nach der „Sportler des Jahreswahl“ am Donnerstagabend (bei der ich unter den drei nominierten war) nach New York und Sonntags nach dem Rennen wieder zurück.
Der Wettkampfmorgen war stark bewölkt und es war unsicher ob es ein Regen- oder Trockenrennen wird. Bei der Anfahrt, mit dem Bus, zum Start, habe ich die Schlaghandschuhe mit Schleifpapier beklebt, um das Schleifpapier kurz vor dem Start wieder runter zu reißen. Es war die richtige Entscheidung den es war zwar frisch und windig, aber es blieb trocken.
Am Start ist mir die Spitzengruppe der Rennrollstuhlprofis, wie schon in Boston und Chicago,
bereits nach einigen hundert Meter enteilt. So war es wieder ein Einzelzeitfahren für mich.
Im Laufe des Rennens konnte ich aber 6 Athleten stellen und diese auch distanzieren.
Die steilen Brücken sind wirklich sehr anspruchsvoll und New York gilt nicht um sonst als der
härtester, der große Marathons im Rennrollstuhlzirkus. Es war eine Schinderei, aber auch ein sehr lässiger Abschluss auf eine sehr erfolgreiche Hollywood-Saison (Kurzstrecke, Langstrecke, Paracycling, Paratriathlon, Rennrollstuhlsport, …).
Im Endeffekt bin ich wieder im Mittelfeld gelandet und belegt den 15. Platz.
Der Sieg ging an den Schweizer Szenenkönig Marcel Hug.
Das Projekt die großen Rennrollstuhlmarathons zu genießen, und sich dabei bis ans letzte zu
quälen, ist damit fürs erste vorbei und es waren tolle sportliche Erlebnisse.
Jetzt werde ich mir 2-3 Wochen Pause gönnen und dann „Reset“ und es beginnt mit dem Aufbau für 2018. 2018 werde ich mich auf den Paracycling-Weltcup (mit WM) und den Paratriathlon-Weltcup (mit WM) konzentrieren. Das ist mehr als genug …

Was soll ich viel zu 2017 sagen, wer will kann ja alles nachverfolgen –
http://www.tiggertom.at/news.php
es waren 36 Rennen an 15 Rennwochenenden.

 

Meine Highlights:
1.) IM Podersdorf 03.09.2017 – 7h48min Gesamtsieger
2.) UCI Weltcup Emmen 30.06.-02.07.2017 – Platz 2 Einzelzeitfahren / Platz 3 Strassenrennen
3.) Paratriathlon EM Kitzbühl – Platz 2
4.) IM Korea 10.09.2017 – 7h36min Gesamtsieger
5.) Heidelberg-Marathon Platz 2 (Handbike – einer der 3 Athleten die verantwortlich für den neuen Weltrekord sind – 57min39sec)
6.) UCI Weltcup Maniago 11.-.14.05.2017 – Platz 4 Einzelzeitfahren /Platz 10 Strassenrennen
7.) 10Tage 12Alpenpässe Doppelüberquerung – 25.000 Höhenmeter, 51h
8.) Boston Marathon 17.04.2017 und Hamburg Marathon 23.04.2017 – 1h29min39sec (2. schnellste Zeit eines AT Athleten ever)
Lissabon Halb Marathon in 49min08sec, Chichago Marathon in 1h41min
NewYorkCity Marathon in 1h53min08sec

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