Das Sportpark Athletik Zentrum Graz steht für langjährige Erfahrung im Bereich Leistungsdiagnostik, Training sowie in der Therapie von Leistungs- und Gesundheitssportlern. Mehr als 13.000 Sportler und Patienten wurden durch unser Team seit 2007 bisher beim Training und in der Thearpie betreut und beraten.

In den vergangenen Wochen wurden für die Schwimmer und Schwimmerinnen des Union Schwimmclubs Graz und deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigten Workshops zur Sporternährung bei unterschiedlichen Altersklassen vom Team des Sportpark Athletik durchgeführt. Im Fokus standen hier die Theorie und Praxis einer optimierten Ernährung zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit.

Ab einem Trainingspensum von 5 Stunden Sport pro Woche wir auch das Einhalten einer sportgerechten Ernährung empfohlen.  Katharina Almer, Diätologin im Sportpark Athletikzentrum Graz

Bei sportlichen Kindern und Jugendlichen werden neben den Ernährungsbedürfnissen für Wachstum und körperliche sowie geistige Entwicklung auch Anforderungen für eine möglichst hohe Leistungsfähigkeit gestellt.  Im Allgemeinen wird daher neben einer gesunden und ausgewogenen Basisernährung ab einem Trainingspensum von 5 Stunden Sport pro Woche auch das Einhalten einer Sportgerechten Ernährung empfohlen. Bei der Umsetzung dieser Empfehlungen spielen bei jungen Sportlern Eltern bzw. Erziehungsberechtigte eine entscheidende Rolle. Aus diesen Gründen ist es umso wichtiger nicht nur Sportler & Sportlerinnen, sondern auch deren Umfeld zu schulen. Dies ist uns im Rahmen der Workshops beim Union Schwimmclub Graz sehr gut gelungen.

Für die Umsetzung einer gesunden und sportgerechten Ernährung müssen Eltern oder Erziehungsberechtige unbedingt mit ins Boot geholt werden. Diätologin Katharina Almer

Während bei den Jüngsten vor allem das Kennenlernen verschiedener Lebensmittelgruppen der Basisernährung, die qualitativ hochwertige Auswahl innerhalb der Gruppen und eine möglichst natürliche Sporternährung im Vordergrund stand, ging es bei den Älteren vermehrt um die schwimmspezifische Ernährung an Trainings- und Wettkampftagen und die Sensibilisierung für das Thema Nahrungsergänzungsmittel.

Mit einigen Rezepten im Gebäck liegt es nun an den Schwimmern, Schwimmerinnen und deren Umfeld diese Infos auch in die Tat umzusetzen.

Der Frühling ist endlich wieder ins Land gezogen und beschert uns derzeit viele Sonnenstunden, mit frühsommerlichen Temperaturen bis knapp über 20 Grad Celsius. Die damit verbundenen Frühlingsgefühle treiben viele Sportler*innen an die frische Luft. Besonders für Golfspieler*innen bedeutet der Frühling den lang ersehnten Saisonstart und damit viele Trainingsstunden und Golfrunden. Besonders in Österreich herrscht die allgemeine Meinung, dass Golf kein Sport sei. Doch Golfspieler*innen oder diejenigen, die schon einmal einen Golfschläger geschwungen haben wissen, dass der Golfschwung eine höchst athletische Bewegung ist. Um langfristig beschwerdefrei und erfolgreich Golfspielen zu können, benötigt man ein hohes Maß an Beweglichkeit, Stabilität, Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Explosivität.

Defizite in diesen Bereichen führen oft zu Kompensationen im Golfschwung, die sich negativ auf die Leistung am Golfplatz und vor allem auf die Gesundheit auswirken können. Rücken- Hüft- und Schulterprobleme, und ein damit einhergehender Schmerzmittelabusus, sowie stark frustrierende Momente auf den Übungsanlagen oder Golfrunden, sind in diesem Sport leider eine häufige Begleiterscheinung. Ben Pesendorfer, Sportwissenschafter im Sportpark Athletikzentrum Graz

Um für den Golfschwung und somit dem eigenen Golfspiel die bestmögliche Basis zu schaffen, eignen sich vor allem die kalten Wintermonate, um an den individuellen körperlichen Potentialen zu arbeiten. Der Hauptfokus sollte hier generell auf einem Beweglichkeitstraining für Sprunggelenk, Hüftgelenk und Brustwirbelsäule, sowie Kräftigung der Gesäß/Hüft- und Rumpfmuskulatur liegen.

Für diejenigen, die das Training im Winter verpasst haben, hier die gute Nachricht: auch während der Saison kann ein regelmäßig begleitendes funktionelles Training wahre Wunder bewirken! Das Beispielprogramm von mir, soll einen Einblick geben, wie so eine kurze Trainingseinheit aussehen könnte. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf der Kräftigung der Rumpf- und Hüftmuskulatur, da diese die wichtigsten Muskelgruppen für einen stabilen Golfschwung sind.

Dieses Programm ist praktisch überall durchführbar und benötigt außer eine Trainingsmatte und einem Golfschläger (als Alternative ein Besenstiel) kein zusätzliches Trainingsmaterial. Je nach individuellen Trainingslevel kann dieser Stabilisationszirkel 2-3mal pro Woche mit 2-3 Runden zu 5-10 Wiederholungen pro Seite absolviert werden. Sportwissenschafter Ben Pesendorfer

Für die maximale Qualität des Trainingsprogramms ist es enorm wichtig, dass während der einzelnen Übungen die Rumpfmuskeln immer willkürlich maximal angespannt sind. Falls Sie sich nicht sicher sind, wie das funktioniert, wenden Sie sich bitte vorher an ihren persönlichen Sportwissenschafter oder Physiotherapeuten. Auch wenn aller Anfang schwer ist, versuchen Sie die Übungen regelmäßig in ihre Woche einzubauen, dann werden Sie auch bald einen Fortschritt und die positiven Auswirkungen merken. Dieser Stabilisationszirkel ist auch für alle andere Sportarten bestens geeignet.

Viel Spaß beim Trainieren!

Es gibt nicht viele Ziele, die Tom Frühwirth alias Tigger Tom noch nicht erreicht hat in seiner beispiellosen Karriere, Ironman Weltrekordhalter, Ironmanweltmeister, Weltcupsiege, WM-Medaillen und letztes Jahr 2 Silbermedaillien bei den Paraolympics 2020 in Tokio.

Und trotzdem ist der mittlerweile 41 jährige Parasportler noch heiß auf neue Herausforderungen, setzt sich neue Ziele und tüftelt an jeder Schraube, die sein komplexes Leistungssystem noch um den einen oder anderen Prozentpunkt verbessern könnte.

Ich kenne keinen Athleten der sich so intensiv, konsequent, wissenschaftlich und trotzdem mit der nötigen Lockerheit mit der Materie Training, Trainingssteuerung und Leistungsoptimierung befasst wie Tom. Stefan Arvay, Sportwissenschafter im Sportpark Athletikzentrum Graz

Im November 2019 ist Tom an die Experten vom Sportpark Athletik Zentrum herangetreten und gemeinsam wurde nach neuen Möglichkeiten bzw. Veränderungen in seinem Trainingssystem gesucht. Eines war schnell klar: Tom machte seinen Sport bereits so lange auf höchstem Niveau, dass es kaum einen Reiz gab, den er noch nicht kannte. Es musste also ein neuer Reiz gefunden werden, der seine Systeme wieder aus dem Gleichgewicht bringen könnte, sodass sie sich auf einem höheren Niveau anpassen können.

Dass auf diesem Niveau eine exakte Leistungsdiagnostik für die Trainingssteuerung von entscheidender Bedeutung ist, stand außer Frage. Also wurde das Labor kurzerhand in ein Paracycling Labor „umgebaut“ und mittels einer Spiroergometrie mit Laktatmessung auf einem Cyclus2 Handbike Ergometer die entscheidenden physiologischen Parameter erhoben.

Als neuer Reiz wurden sehr kurze HIIT Intervalle (High Intensity Intervall Training) mit einer Belastungsdauer von 15 Sekunden und einer Pausendauer von 45 Sekunden in Toms Trainingsplan integriert und bereits der erste Trainingsblock zeigte deutliche Wirkung! Die enorme Leistungssteigerung nach nur 5 Wochen war sowohl für die Sportwissenschafter als auch für Tom überraschend und gleichzeitig motivierend!!

Tom hat 3 x pro Woche richtig harte und lange HIIT-Einheiten trainiert, teilweise bis zu 90 dieser Intervalle ist er pro Einheit gefahren, man muss sowohl physisch aber auch mental unglaublich stark sein und dieses Training absolvieren zu können – von Tom können viele Sportler jeder Leistungskategorie lernen, was es heißt konsequent zu trainieren. Sportwissenschafter Stefan Arvay

Mit der coronabedingten Verschiebung der Paraolympis auf 2021 änderte sich der Plan Anfang 2020 etwas, mit unterschiedlichen Trainingsblöcken wurde weitere Erfahrung gesammelt und versucht die Leistung weiter anzuheben bzw. auch zu stabilisieren, die regelmäßigen Diagnostiken lieferten wertvolle Erkenntnisse für die Trainingssteuern.

Im Herbst 2020 wurde der Rahmenplan inklusive der Vorbereitungsrennen bis zu den olympischen Rennen im August fixiert, das Training wurde mittels regelmäßiger Diagnostiken (Anfang des Jahres 2021 monatlich!) feinjustiert. Tom konnte sein Training perfekt durchziehen und der Rest ist Geschichte: 2 perfekte Rennen bei den Olympischen Spielen, Silber im Einzelzeitfahren, Siber im Straßenrenne, zweimal hinter einem überragenden Jetz Plat aus Holland, dem Dominator in diesem Sport.

Dazu gewann Tom im Herbst 2021 das „King oft the Lake“ Zeitfahren in neuer Rekordzeit, siegte bei der Paracycling Tour auf Mallorca und pulverisierte seinen persönlichen Rekord auf den Großglockner, Mautstation – Fuschertörl (1215 Hm) in 1:18:54 h, Durchschnittsleistung 194 W!!! Mit den Armen, wohlgemerkt!!

Die Zusammenarbeit mit Tom macht einfach richtig Spaß, das ist Training, Trainingssteuerung und Leistungsdiagnostik auf höchstem Niveau und genau das ist unser Anspruch im Sportpark Athletik Zentrum. Genau diese Leistungen, von der Trainingsberatung, über ein individuelles Athletiktraining bis hin zur Leistungsdiagnostik oder einer Ernährungsberatung, können auch Sportanfänger und Hobbysportler bei uns in Anspruch nehmen. Gerade in diesem Bereich ist ein sinnvoller Trainingsaufbau wichtig, um seine Ziele, sei es ein Gesundheitstraining oder auch die Teilnahme an einem Bewerb, zu erreichen!  Sportwissenschafter Stefan Arvay

Eine fehlerhafte Laufhaltung lässt sich am einfachsten anhand einer videounterstützten Lauf- und Bewegungsanalyse feststellen. Mögliche Anzeichen für eine fehlerhafte Laufhaltung sind plötzlich auftretende Beschwerden am Bewegungsapparat.

Fragen zu einer fehlerhaften Lauftechnik:

  • Woran erkenne ich eine fehlerhafte Lauftechnik?
  • Kann ich einfach loslaufen?
  • Wie wird man eine falsche Lauftechnik wieder los?

Um die individuellen Defizite zu analysieren und gegen mögliche Ursachen vorzubeugen, ist es ratsam in regelmäßigen Abständen eine Lauf- und Ganganalyse bei einem Experten durchzuführen. Laufanalyst Mag. Bernd Marl

Eine fehlerhafte Lauftechnik kann z.B. eine sitzende Laufhaltung sein. Dabei wird während der Stützphase das Knie zu stark gebeugt und während der Schwungphase das Knie sowie die Hüfte zu wenig gestreckt. Das kann z.B. zu Schmerzen im Bereich der Kniescheibe (od. Knieschmerzen) führen.

Mögliche Ursachen können ein zu starker Fersenlauf, eingeschränkte Beweglichkeit in der Hüfte sowie mangelnde Kraft vor allem im Bereich der Oberschenkelrückseite und der Gesäßmuskulatur sein.

Um eine fehlerhafte Lauftechnik wieder in den Griff zu bekommen, sollte man gezielt mit individuell auf die Beschwerden abgestimmten Übungen an den Schwächen arbeiten. Laufanalyst Mag. Bernd Marl

Das können z.B. Übungen aus dem Lauf ABC zur Schulung der Koordination sowie Übungen zur Steigerung der Beweglichkeit, Kraft oder Stabilität sein.

Wir freuen uns bekannt geben zu dürfen, dass nunmehr auch die Steirische Handball Akademie die professionelle Unterstützung vom Sportpark-Athletik Zentrum Graz in Anspruch nimmt. Ab sofort übernimmt das Team um Sportmediziner Dr. Werner Gröschl die sportmedizinische Betreuung der größten Handball-Talente.

Festgestellt wird dabei einerseits die sportmedizinische Tauglichkeit, welche die Schwerpunkte internistische Grunduntersuchung, Muskelfunktionsanalyse, orthopädische Untersuchung, Lungenfunktion und Ruhe-EKG umfasst. Andererseits steht auch eine umfassende Leistungsdiagnostik im Fokus. Neben der Analyse der Körperzusammensetzung wurde daher auch eine Spiroergometrie am Fahrradergometer inkl. Laktatdiagnostik durchgeführt und dabei auch ein Belastungs-EKG geschrieben.

Die daraus gewonnen Daten geben uns einen exakten Einblick in den Stoffwechsel und die sportartunabhängige aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit der AthletInnen unter Laborbedingungen. Leistungsdiagnostiker Dr. Stefan Rinnerhofer

Um einen sportartspezifischeren Eindruck zu bekommen und die exakten sportartspezifischen Trainingsbereiche der SportlerInnen zu erhalten, wurde zusätzlich durch das Team um Mag. Stefan Arvay ein Shuttle-Run in der Halle durchgeführt. Die gesammelten Ergebnisse der Diagnostik liefern nun die Basis für die Steuerung des weiteren Trainings.

Diese neue Kooperation ist der nächste innovative Schritt für die Weiterentwicklung der Handballakademie in Graz. Wir freuen uns auf die kommende Zusammenarbeit!
Akademieleiter Dietmar Peißl