Bewegt betreut – betreut bewegt

Das 2011 gestartete Gesundheitsprojekt für Mitarbeiter aus dem Gesundheits- und Pflegebereich im Pinzgau wurde 2013 abgeschlossen und evaluiert. Ziel des SPORTUNION-Projekts war es, dass Wohlbefinden von Personen, die im Pflegeberuf tätig sind, zu verbessern.

Speziell diese Berufsgruppe ist starken körperlichen als auch psychischen Belastungen ausgesetzt. Von August 2011 bis März 2013 beteiligten sich neben 15 Institutionen, darunter die Pinzgauer Krankenhäuser, Seniorenwohnheime, das Hilfswerk und andere mobile Anbieter, auch der Sportklub Saalfelden, Maishofen und der Turnverein Mittersill am Projekt.

Zu Projektbeginn im August 2011 wurden zwei Sensibilisierungsworkshops durchgeführt, an welchen insgesamt 205 Personen teil nahmen.
Im Februar 2012 fiel dann der Startschuss für die wöchentlichen Bewegungseinheiten. Im ersten Bewegungsblock haben 116 Personen und im zweiten Block 137 Personen teilgenommen, davon mindestens 173 unterschiedliche Personen.

Zwölf Kurse an acht Standorten wurden durchgeführt und die Teilnehmer absolvierten 30 Einheiten um die Muskulatur zu kräftigen, die Koordination zu schulen und den Körper und Geist zu entspannen. Die Trainer im Projekt wurden zu Beginn zusätzlich zu deren Qualifikation speziell für das Projekt geschult und haben mittlerweile bis zu sechs weitere Fortbildungen besucht (ComplexCore, Mentaltraining, Bewegung- Berührung- Entspannung, Erlebnispädagogik, Life Kinetik, Turnen von A-Z).

Neben den wöchentlichen Bewegungsangeboten haben insgesamt 180 Teilnehmer an 18 monatlichen Aktivitäten teilgenommen. Kräuterwanderungen, Aquagymnastik, Kneippen in Bad Fusch und Seminare zum Thema „Tanken Sie Kraft und Energie für den Alltag“ und „Sag Nein, wenn du Nein meinst“ wurden angeboten und dabei die eigenen Ressourcen und Energiequellen genauer unter die Lupe genommen. Im Rhythmus zu sein und zu bleiben erspürten die Teilnehmer im Rhythmusworkshop. Wie man Emotionen lebt und gemeinsam im Team arbeitet wurde im Improvisationstheater an einem sehr lustigen Abend erarbeitet.

Zum „Abschluss“ wurde in Kooperation mit dem 1. Saalfeldner Sportklub am 18. Jänner 2013 ein Bewegungsfest veranstaltet. Neben der Projektpräsentation wurden die neuen Kursangebote des Projektes und Angebote des 1. Saalfeldener Sportklubs vorgestellt und konnten kostenlos ausprobiert werden. Mit köstlichen Brötchen und Getränken sorgte der Verein auch für das leibliche Wohl.

Zur Entspannung von Körper und Geist standen kurze Shiatsubehandlungen und eine Klangschalenmeditation am Programm. Um den Müttern das Kommen zu erleichtern, gab es auch ein Kinderprogramm, das mit Begeisterung angenommen wurde. Wenn es nach den Kindern ginge,  sollte wohl jedes Jahr so ein Fest stattfinden! Insgesamt besuchten rund 60 Personen das Bewegungsfest.

Um die Gesundheit langfristig zu fördern sind 2013 folgende neue Kurse entstanden: 1o Entspannungstechniken,  Pilates, Core Training,  Bewegungsmix, Stretch & Relax und Klettern.
Über Fragebögen wurde die subjektive Befindlichkeit vor und nach den Kursen von einer externen Firma evaluiert.
In der Eingangsbefragung waren die Erwartungshaltungen an das Projekt sehr hoch und konnten laut der Ergebnisse größtenteils erfüllt werden. In Schulnoten (1-5) bewerteten die TeilnehmerInnen das Programm mit der Durchschnittsnote von 1,3.
Die TeilnehmerInnen gaben an, dass sie sich im Laufe des Programms ruhiger und energiegeladener fühlten, besser schlafen und gedanklich besser abschalten konnten. Der durch das Projekt bewirkte Bewegungsimpuls beträgt rund 3.000 Bewegungsstunden.

Highlights aus der Evaluation:

  • Insgesamt haben rund 350 Personen an Workshops und Bewegungskursen teilgenommen.
  • Der durch das Projekt bewirkte Bewegungsimpuls beträgt rund 3.000 Bewegungsstunden.
  • Das Schlafverhalten der Teilnehmer hat sich verbessert, so stieg die Anzahl der Personen, welche „meist recht gut schlafen“, von 42 % auf 52 %.
  • Stolze 40 % fühlten sich am Ende des Projekts „ruhig und ausgeglichen“. Zum Projektbeginn waren es nur 23 %.
  • Auch der Energielevel stieg markant. Zum Projektbeginn gaben nur 11 % an, dass sie meist „voller Energie“ sind, am Projekt Ende waren es 31 %.
  • Auch das „Abschalten“ fällt den Teilnehmern jetzt offensichtlich leichter, denn die Anzahl derer, die „meist gut abschalten“ können stieg von 15 % auf 32 %.

Weitere Informationen zum Projekt

Folgende Institutionen waren am Projekt beteiligt:

  • Hilfswerk Zell am See, Saalfelden und Mittersill
  • Krankenhaus Zell am See und Mittersill
  • Privatklinik Ritzensee/ Saalfelden
  • Seniorenwohnheim Saalfelden- Farmach, Maishofen, Piesendorf und Mittersill

Um ein flächendeckendes Angebot von derartigen Bewegungsangeboten vor Ort zu gewährleisten und die SPORTUNION Vereine zu fördern waren drei (Stadt)Gemeinden mit den jeweiligen Sportvereinen am Projekt beteiligt. Dazu zählten:

  • Die Stadtgemeinde Saalfelden mit dem SK Saalfelden
  • Gemeinde Maishofen mit dem USK Maishofen
  • Stadtgemeinde Mittersill mit dem Mittersiller Turnverein

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