SPORTUNION fordert Öffnung der Schulsportstätten: Mehr Platz für Vereine und bessere Nutzung bestehender Infrastruktur

Die SPORTUNION Burgenland macht erneut auf ein zentrales Problem für viele Sportvereine aufmerksam: fehlende Trainingszeiten in öffentlichen Turnsälen – insbesondere in Volks- und Mittelschulen. Trotz vorhandener Infrastruktur bleiben diese häufig ungenutzt oder sind für Vereine nur stark eingeschränkt zugänglich. Die Sportstätten-Öffnung ist langjährige Forderung der SPORTUNION und war unter anderem ein Schwerpunkt im Impulsprogramm der Initiative #sportvorort im Vorjahr oder während der Corona-Pandemie im Zuge der Initiative #comebackstronger.

Vereine stoßen an ihre Grenzen

Aus zahlreichen Rückmeldungen von Vereinen, insbesondere bei den kürzlich mit mehr als 100 Vereinsvorständen abgehaltenen SPORTUNION Infotagen, zeigt sich ein klares Bild: Trainingszeiten in Schulsportstätten sind oft erst ab 17 Uhr oder später möglich, teilweise bleiben Turnsäle an Wochenenden überhaupt geschlossen. Manche Gemeinden lassen ihre mit öffentlichen Geldern finanzierten Schulsportstätten für Vereine sogar gänzlich geschlossen oder verlangen überhöhte Preise. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Bewegungsangeboten – vor allem für Kinder und Jugendliche.

„Unsere Vereine leisten tagtäglich einen enormen Beitrag für die Gesundheit und Entwicklung der Bevölkerung. Dafür brauchen sie aber auch entsprechende Rahmenbedingungen – und dazu gehört der Zugang zu Sportstätten“, betont SPORTUNION-Präsidentin Karin Ofner.

Bestehende Infrastruktur besser nutzen – und sinnvoll ausbauen

Ein zentrales Anliegen der SPORTUNION ist die effizientere Nutzung bestehender Sportinfrastruktur. Gerade Schulsportstätten stehen an vielen Tagen und zu großen Teilen leer – ein Potenzial, das aktuell nicht ausgeschöpft wird.

Gleichzeitig spricht sich die SPORTUNION klar dafür aus, den Neubau von Sportstätten weiterhin voranzutreiben – jedoch gezielt, bedarfsgerecht und unter Einbindung der Sportvereine.

„Der Bau neuer Sportstätten ist wichtig und richtig – aber er muss gemeinsam mit den Vereinen geplant werden. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen: Die schnellste Lösung liegt darin, bestehende Anlagen endlich konsequent zu öffnen und besser zu nutzen. Aktuell gibt es leider noch zu wenige Vorbild-Gemeinden, die ihre Sportstätten bereits entsprechend nutzbar machen“, so Geschäftsführer Patrick Bauer.

Flexible Nachmittagsbetreuung als Schlüssel

Ein wesentlicher Faktor ist die aktuelle Organisation der schulischen Nachmittagsbetreuung, die vielerorts die Nutzung der Turnsäle für Vereine einschränkt. Die SPORTUNION fordert daher eine flexiblere Gestaltung unter Einbindung der Sportvereine und damit die Möglichkeit zur Nutzung der Schulsportstätten ab 15 Uhr.

Ziel müsse es sein, Kooperationen zwischen Schulen, Betreuungseinrichtungen und Vereinen aktiv zu fördern, um Synergien zu nutzen und Kindern zusätzliche Bewegungsangebote zu ermöglichen.

Transparenz, Fairness und leistbare Nutzung

Neben der Öffnung der Sportstätten fordert die SPORTUNION auch klare und zeitgemäße Rahmenbedingungen für deren Nutzung. Dazu zählen vor allem transparente Vergabesysteme und eine digitale, öffentlich einsehbare Übersicht über verfügbare Hallenzeiten.

Darüber hinaus braucht es faire und leistbare Nutzungsgebühren für gemeinnützige Sportvereine.

Klare Forderungen an Land und Gemeinden

Die SPORTUNION Burgenland richtet daher konkrete Forderungen für eine effiziente Nutzung bestehender Infrastruktur an die Verantwortlichen:

  • Öffnung der Schulsportstätten (Volks- und Mittelschulen) für gemeinnützige Sportvereine – auch am Nachmittag und am Wochenende
  • Flexible und kooperative Gestaltung der Nachmittagsbetreuung unter Einbindung von Vereinen und dadurch frühere Beginnzeiten für Vereine
  • Transparente, digitale und öffentlich einsehbare Vergabe von Hallenzeiten
  • Faire und günstige Nutzungsgebühren für gemeinnützige Sportvereine
  • Bedarfsgerechter Neubau von Sportstätten unter Einbindung der Sportvereine

Sport findet vor Ort statt – in unseren Gemeinden, in unseren Vereinen. Wenn wir mehr Bewegung wollen, müssen wir auch die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Mehr Zugang zu bereits bestehenden Sportstätten ist der schnellste und effektivste Hebel.

so Ofner abschließend.

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