Internationaler Frauentag: Starke Frauen gestalten die Zukunft des Sports

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Trotz sichtbarer Fortschritte sind Frauen in Führungspositionen – besonders im organisierten Sport – weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Der Internationale Frauentag (8.3.2026) lenkt den Blick auf bestehende Ungleichheiten, aber vor allem auf jene Persönlichkeiten, die mit Engagement, Kompetenz und Mut neue Maßstäbe setzen. Anlässlich dieses Tages teilen Speedskaterin Katharina Mezgolits und ehemalige Olympiaschwimmerin Lena Grabowski ihre persönlichen Gedanken und Statements zum Thema Frauen im Sport – über Inspiration, Herausforderungen und die Zukunft des Frauensports. 

Laut aktuellen Statistiken liegt der Frauenanteil in Führungspositionen österreichischer Organisationen und Unternehmen weiterhin deutlich unter jenem der Männer. Auch im Sport zeigt sich ein ähnliches Bild: Während Mädchen und Frauen in vielen Vereinen aktiv sind und einen wesentlichen Beitrag zum Vereinsleben leisten, sind leitende Funktionen in Verbänden und Dachorganisationen noch überwiegend männlich besetzt. SPORTUNION-Präsident Peter McDonald: „Umso bedeutender sind starke Vorbilder, die zeigen, dass Führungsverantwortung und weibliche Perspektiven im Sport selbstverständlich zusammengehören. Wie wichtig uns das ist, sieht man auch im Vorstand der SPORTUNION, in dem drei Vizepräsidentinnen (Michaela Huber, Claudia Bauer, Beate Taylor; Anm.) und ein weibliches Vorstandsmitglied (Pamela Forster; Anm.) hervorragende Arbeit leisten.“ Unsere SPORTUNION Präsidentin Karin Ofner betont, wie wichtig der internationale Frauentag ist: “Der Internationale Frauentag erinnert uns daran, wie wichtig gleiche Chancen und echte Wertschätzung für Frauen in allen Lebensbereichen sind – auch im Sport. Frauen sind als Athletinnen, Trainerinnen, Funktionärinnen und ehrenamtliche Unterstützerinnen eine unverzichtbare Säule unseres Sportsystems. Ihr Engagement stärkt Vereine, fördert Gemeinschaft und inspiriert die nächste Generation. Unser Ziel muss es sein, Frauen im Sport weiterhin sichtbar zu machen, zu fördern und ihnen auf allen Ebenen die gleichen Möglichkeiten zu bieten”.

Was mich stark macht, ist zu sehen, was Frauen im Sport erreichen: Weltrekorde, dominante Leistungen und der unglaubliche Umgang mit Herausforderungen wie Bodyshaming, Sexismus oder Diskriminierung. Viele lassen sich davon nicht unterkriegen – das inspiriert. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Athletinnen die gleiche gesellschaftliche Anerkennung bekommen wie Athleten. Vorurteile wie „Frauensport ist langweilig“ oder weniger spannend, nur weil Frauen vielleicht nicht gleich schnell oder stark sind, sollten endlich der Vergangenheit angehören.

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Der Internationale Frauentag steht für mich für Wertschätzung und Sichtbarkeit von Frauen – im Sport und in der Gesellschaft. Er erinnert daran, wie wichtig Gleichberechtigung ist und gibt die Chance, starke Frauen zu würdigen und junge Mädchen zu inspirieren, an ihre Träume zu glauben. Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung für Frauensport. Athletinnen sollten vor allem für ihre Leistungen gesehen werden – ohne ständig mit Männern verglichen zu werden. Mehr Sichtbarkeit kann nicht nur den Sport weiterentwickeln, sondern auch viele junge Mädchen motivieren, ihren eigenen Weg im Sport zu gehen.

Die Situation von Frauen in Österreich

Arbeitsmarkt und Erwerbstätigkeit

  • Gender Pay Gap: Frauen verdienen in Österreich im Schnitt 18 % weniger als Männer – dieser Unterschied beim mittleren Einkommen liegt über dem OECD-Durchschnitt.
  • Vollzeitquote: Nur etwa 66 % der Frauen arbeiten Vollzeit, während es bei Männern rund 92 % sind.
  • Österreich erreicht im PwC Women in Work Index 2025 nur Platz 27 von 33 OECD-Ländern, was zeigt, dass im internationalen Vergleich noch viel zu tun ist.

Führung und Repräsentation

  • In den größten österreichischen Unternehmen (Top 200) liegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei rund 12,2 %.
  • Von den Vorstandsposten in börsennotierten Unternehmen sind nur etwa 13,8 % mit Frauen besetzt.

Sport und gesellschaftliche Teilhabe

  • In Spitzenpositionen im organisierten Sport sind Frauen nach wie vor stark in der Minderheit: ca. 82 % der Leitungsfunktionen innerhalb des Sports sind männlich besetzt, und nur rund 17 % der Trainerinnen sind weiblich.

Wahrnehmung von Ungleichheit, Gewalt gegen Frauen

  • Laut einer Ipos-Studie fühlen 62 % der Österreicher:innen, dass es weiterhin Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in der Gesellschaft gibt.
  • Laut der am 3. März 2026 veröffentlichten „EU-Umfrage zu geschlechtsspezifischer Gewalt“ der EU-Grundrechteagentur und des Instituts für Gleichstellung leidet jede dritte Frau in der EU unter körperlicher und/oder sexueller Gewalt.
  • Nur 6,1 Prozent der Frauen in der EU zeigten körperliche oder sexuelle Misshandlung durch ihren Partner bei der Polizei an gegenüber 11,3 Prozent, wenn sie von Nichtpartnern angegriffen wurden.

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