Yvonne Schuring

Vizepräsidentin der SPORTUNION Österreich

Geburtsort: Wolfen (GER)

gegenwärtiger Wohnort: St. Gotthard im Mühlkreis (OÖ)

© GEPA Pictures
Yvonne Schuring

Meine Geschichte

Ich wurde in Wolfen/Deutschland geboren und bin auch dort zur Schule gegangen. Im Jahr 1996 habe ich maturiert und dann eine Ausbildung als Verwaltungsangestellte absolviert. Seitdem war ich immer in diesem Beruf tätig. Nebenberuflich begann ich ein Studium der Rechtswissenschaften. Dieses habe ich jedoch später wegen dem Leistungssport unterbrochen. Vollzeitjob, Studium und Training waren dann doch etwas zu viel.

Sportlich begann ich im Alter von 7 Jahren mit dem Kanurennsport als Hobby, nachdem ich an meiner Schule angesprochen wurde. Im Jugendalter beendete ich das Kanu fahren und machte bis zum Abschluss meiner Ausbildung überhaupt nur noch selten Sport. Das machte sich natürlich auch körperlich bemerkbar und ich begann im Alter von 24 Jahren wieder Sport zu treiben und bzw. mein Gewicht zu reduzieren. Damals hatte ich eine Stelle in Bremen angenommen und im dortigen Verein fand ich einen ehemaligen deutschen Nationalfahrer, der mich dazu brachte, jeden Tag zum Training zu kommen. Und so begann eigentlich meine Leistungssport-Karriere. 2 Jahre später feierte ich bereits meine ersten deutschen Meistertitel. Inzwischen hatte ich auch meinen Lebensgefährten Martin Riedl kennen gelernt und bin zu ihm nach Österreich übersiedelt.

Nach meinen Meistertiteln in Deutschland wurde ich Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft und fuhr meine ersten internationalen Einsätze. Ich schaffte es im Einer-Kajak aus dem Stand in die TOP 10 der Welt. Für die Olympia-Qualifikation für Peking 2008 wurde dann ein neuer Zweier-Kajak mit mir und Viktoria Schwarz eingesetzt. Wir schafften die Quali und fuhren dann bis 2012 im Zweier miteinander. Nach einem Weltmeistertitel (2011), einer WM-Bronze-Medaille (2010) sowie zahlreichen Weltcuperfolgen wurden wir bei den Olympischen Spielen in London 2012 Fünfte.

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich kurz über ein Karriereende nach oder darüber, auch die Olympischen Spiele in Rio 2016 noch einmal in Angriff zu nehmen. Ich entschied mich für letztere Variante. Für diesen weiteren 4 Jahre brauchte ich aber eine neue Herausforderung, sodass ich wieder auf den Kajak-Einer umstieg. In diesen vier Jahren erreichte ich die Silbermedaille bei den European Games in Baku 2015 sowie mehrere Weltcup-Podeste.

Nachdem die Qualifikation für Rio knapp misslang, wurde ich nach der Sperre von russischen Athletinnen zwei Wochen vor Beginn der Spiele doch noch nachnominiert, und zwar für Einer und Zweier (mit Partnerin Ana Lehaci), was eine ziemliche Umstellung bedeutete. Trotzdem verpassten wir im Zweier nur knapp das Finale. Im Einer musste ich leider krankheitsbedingt absagen. Nach der Saison 2017 habe ich dann meine sportliche Karriere beendet, treibe aber in meiner Freizeit immer noch sehr viel Sport.

Meine Leidenschaften

Meine Leidenschaft ist der Sport. Ich interessiere mich für fast jede Sportart und probiere viele davon selbst aus, sofern sich dafür die Möglichkeit bietet. Spannend sind die verschiedenen Anforderungen und speziellen Fähigkeiten, die man für verschiedene Sportarten braucht. Im Laufe meiner Kanu-Karriere habe ich aber auch viele Gemeinsamkeiten zwischen den Sportarten festgestellt und diese auch versucht, für mich zu nutzen.

Meine (Lebens-) Ziele

Mein sportliches war und ist nach wie vor der Weg zum Erfolg. Diesen bewusst zu gehen, Dinge weiter zu entwickeln und auch mal aus anderen Perspektiven zu betrachten, auch mittelbar. Mein persönliches Lebensziel ist in erster Linie Zufriedenheit, die Verbindung zur Familie und Gesundheit.

Mein Sport & mein Beruf

  • Mein Beruf: Verwaltungsangestellte – Referentin für Finanzen, Wirtschaft und Bauen beim Sozialhilfeverband Urfahr – Umgebung
  • Mein Sport: Kanurennsport
  • Meine sportliche Heimat: UKRV Schnecke Linz
  • Meine Leidenschaft: Sport
  • Mein Sportbezug (aktive Laufbahn, Hobby, Funktionärsämter): Leistungssportlerin von 2004 – 2017
  • Für diese Sportart hatte/habe ich das meiste Talent: Kanurennsport
  • Für diese Sportart hätte ich gerne Talent: ich denke, dass man jede Sportart ausüben kann, man muss nur damit beginnen
  • Diese Sportart möchte ich noch ausprobieren: am liebsten alle
  • Sport ist für mich: Lebensenergie und Freiheit; Ventil und Grenzerfahrung

Die SPORTUNION und ich

  • Die SPORTUNION ist für mich: als Leistungssportlerin immer ein wichtiger sportlicher Partner und wertvolle Unterstützung. Ich durfte als Spitzensportlerin und, gewissermaßen, sportliches Vorbild auch oft begeisterter Gast auf zahlreichen Sportveranstaltungen der Sportunion für Kinder und Jugendliche sein. DANKE
  • Vom Sport habe ich gelernt: dass wenn man sich ernsthaft ein Ziel setzt, es auch erreichen kann, man nie den Mut, aber auch nie den Spaß verlieren darf, man jedenfalls damit anfangen sollte ;-)
  • Mein schönster/aufregendster/berührendster Moment im Sport war: Neben allen sportlichen Erfolgen, welche natürlich, jeder für sich, tolle Momente waren, ist es wohl die Summe aller kleinen schönen und aufregenden Momente, die ich während meiner Laufbahn erleben durfte. Dazu gehören wohl auch die zahlreichen Sonnenaufgänge beim Frühtraining :-)
  • Meine größte Niederlage war: Es gab immer kleinere Rückschläge, aus denen ich gelernt habe… Inzwischen sind sie schon vergessen.
  • Das kann die SPORTUNION-Familie von mir als Vorstand erwarten: Ich kann mit meiner Erfahrung als langjährige Spitzensportlerin mein Fachwissen zum Thema Leistungssport einbringen. Da Österreich eher eine kleine Kanunation ist, war ich oft mit Teams anderer Nationen unterwegs. Über den Austausch mit den Trainern und Sportlern habe ich viel über verschiedene Sport-Systeme im Ausland gelernt. Im Verein und im Training hatte ich oft mit jungen Sportlerinnen und Sportlern zu tun, weswegen ich auch im Nachwuchs-Bereich einige Inputs liefern kann.
  • An meinen Aufgaben im SPORTUNION-Vorstand finde ich spannend: Dass ich es hoffentlich mit vielen verschiedenen Sportarten und Sportlerinnen und Sportlern zu tun bekomme, verbunden mit den unterschiedlichen Wegen, die junge Menschen vom Beginn als Nachwuchsathleten bis hin zum Spitzensport gehen, und die Möglichkeit einen Teil dazu beitragen zu können.
  • Als SPORTUNION-Vorstand gehe ich mit gutem Beispiel voran: indem ich jeden Tag Sport treibe und andere dazu bringen möchte, dies auch zu tun.

Die SPORTUNION hat Zukunft, weil/wenn Sport und Bewegung weiterhin im Mittelpunkt steht.

Persönliche Fragen

  • Das wichtigste Ding in meiner Handtasche: Alles ist wichtig, was eine Frau in ihrer Handtasche hat!
  • Lieblingslektüre: verschiedenes
  • Laster: Kuchen und Schoki
  • Lieblingsküche: leider fast alles
  • Lieblingsduft: das Meer
  • Lieblingszitat/Lebensmotto: It always seems impossible, until it´s done.
  • Mein Kraftort/-quelle: Sport, Wasser
  • Das letzte Buch, das ich gelesen habe: ein Buch über Marathonlaufen
  • Die letzte App, die ich heruntergeladen habe: NADA Austria MedApp – ist irgendwie schon länger her….
  • Peinlich ist mir: nichts Bestimmtes, ist eher selten
  • Freude empfinde ich: wenn ich den Tag mit Sport beginnen kann
  • Wütend werde ich: wenn etwas sehr ungerecht zugeht oder Leute ignorant sind
  • Zum Lachen bringt mich: sehr viel, Lachen ist jeden Tag ein Muss 😊
  • Das würde ich gerne können: alle Sprachen dieser Welt sprechen
  • Ich habe die Fähigkeit/das Talent: Kajakfahren, Menschen für Sport zu begeistern
  • Dieses Wort/diese Redewendung benutze ich auffallend oft: alles wird gut

Stand: August 2020