Ehrenamtspreis: Neun Auszeichnungen für SPORTUNION-Funktionärinnen und Funktionäre

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Das Sportministerium hat heuer gemeinsam mit dem organisierten Sport den Ehrenamtspreis ins Leben gerufen, um das unverzichtbare Ehrenamt im Sport zu würdigen und engagierte Sportfunktionär:innen auszuzeichnen. Am Tag des Sports in Wien wurden die Gewinner:innen ausgezeichnet.

Gleich neun Funktionärinnen und Funktionäre der SPORTUNION Österreich wurden am Samstag beim Tag des Sports im Wiener Prater mit dem 2023 erstmals verliehenen Ehrenamtspreis des Sportministeriums ausgezeichnet. Doris Kager von den USCV Wild Volleys Oberschützen (Burgenland) holte den ersten Platz in der Kategorie Gleichstellung, Gudrun Posedu von der Dance Production Graz (Steiermark) gewann in der Kategorie Nachhaltigkeit, Denise Spitzbart vom 1. Union Schwimmclub Klosterneuburg (Niederösterreich) wurde als beste Jungfunktionärin ausgezeichnet und “Ringermama” Ilse Schindler vom Union Ringerclub Mörbisch wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Große Bühne für große Leistungen

Außerdem schafften es auch Boris Hultsch vom Ruderverein Wiking Linz (Platz 3 – Gleichstellung), Peter Schwagerle vom DSG-Behindertensportverein Kärnten (Platz 2 – Inklusion), Gerhard Petermandl – Union Ansfelden (Platz 3 – Nachhaltigkeit), Natascha Gierlinger von der Sportunion IGLA long life (Platz 3 – Jungfunktionärin) und Pascal Schmoll von der Sportunion St. Pölten (Platz 2 – Jungfunktionär) auf das Podium. Sie alle bekamen ihre Preise auf der Hauptbühne von SPORTUNION-Vizepräsidentin Michaela Huber, Sportminister Werner Kogler, Moderator Andy Marek und Olympia-Medaillengewinnerin Mirna Jukic verliehen.

© SPORTUNION
Tag des Sports Ehrenamt Funktionäre
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Tag des Sports Ehrenamt Funktionäre
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Tag des Sports Ehrenamt Funktionäre

“Ganz besonders hat es uns gefreut, dass die neuen Ehrenamtspreise für Funktionär:innen von Sportvereinen heuer nicht nur zum ersten Mal verliehen wurden, sondern dass dafür auf der großen Bühne am Tag des Sports auch ein passender Rahmen gefunden wurde. Unsere Vereine haben dabei einmal mehr bewiesen, welchen unschätzbaren Beitrag sie auf ehrenamtlicher Basis für die Gesundheit unseres Landes leisten. Gleich neun Preisträger:innen wurden in den unterschiedlichsten Kategorien für ihre Arbeit in Vereinen der SPORTUNION ausgezeichnet. Sei es für ihre Leistungen als Jungfunktionär:innen, in den Bereichen Nachhaltigkeit, Inklusion und Gleichstellung oder gar ihr Lebenswerk – sie sind echte Vorbilder. Wir gratulieren allen Gewinner:innen herzlich und hoffen, dass sie uns und dem österreichischen Sport noch lange mit ihrem großartigen Engagement erhalten bleiben”, sagte Huber.

Die Gewinnerinnen der SPORTUNION

Doris Kager, USCV Wild Volleys Oberschützen
1. Platz in der Kategorie “Gleichstellung”
Dem Einsatz von Doris Kager als Trainerin und Funktionärin ist es zu verdanken, dass beim USCV Wild Volleys Oberschützen die Anzahl der Volleyball spielenden Mädchen signifikant gesteigert werden konnte. Dies gelang u.a. durch Organisation von Nachwuchsbewerben, dem Vorantreiben einer eigenen Liga im burgenländischen Verband sowie dem Engagement im Schulsport. “Wir haben uns das Ziel gesetzt, den Mädchenvolleyball im Südburgenland wieder auf die Beine zu stellen und den Mädels eine sportliche Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen, mussten dabei vor zehn Jahren bei quasi 0 beginnen. Mittlerweile sind wir in der 1. Landesliga, haben ungefähr 50 bis 80 Spielerinnen im Nachwuchsbereich und viele ehemalige haben es in die Bundesliga geschafft”, erzählte sie bei der Verleihung stolz.

© BMKÖS/Michael Meindl
Tag des Sports EhrenamtspreisDoris Kager
© BMKÖS/Michael Meindl
Tag des Sports EhrenamtspreisGudrun Posedu

Gudrun Posedu, Dance Production Graz
1. Platz in der Kategorie “Nachhaltigkeit”
Die Dance Production Graz gibt es jetzt seit 25 Jahren, seit 2021 auch als Verein. Dass dieser zu den nachhaltigsten in ganz Österreich zählt, ist vor allem dem Engagement von Gudrun Posedu zu verdanken. “Spätestens seitdem ich selbst Mutter bin, ist es für mich sehr wichtig, unseren Verein so nachhaltig wie möglich zu führen, um auch an die kommenden Generationen zu denken. Deshalb werden etwa alle unsere Tanztheater als Green Events veranstaltet und wir setzen bei der bei Bühnenproduktionen auf Recycling und Upcycling. Unsere Kostüme lassen wir von sozialen Werkstätten fertigen und leihen diese auch aus. Auch beim Bühnenbild setzen wir auf nachhaltige Materialen”, erzählte sie nach der Preisverleihung. Das Preisgeld kommt dem jungen Verein gerade Recht und soll für die Premiere des Jubiläums-Tanztheaterstücks “Starlight Bloom” am 5. Mai 2024 im Grazer Orpheum eingesetzt werden.

Denise Spitzbart, 1. Union Schwimmclub Klosterneuburg
1. Platz in der Kategorie Jungfunktionärin

Die 23-jährige Denise Spitzbart ist gelernte Floristin und leitet die Schwimmsektion beim 1. Union Schwimmclub Klosterneuburg. “Ich bin lange selbst geschwommen und als ich dann gefragt wurde, ob ich nicht auch Trainerin werden möchte, habe ich an der Seite von unserer Sportwissenschaftlerin Gabi Wieser-Tichy gelernt, wie man Kinder trainiert”, gab sie sich auf der Bühne beim Interview mit Andy Marek bescheiden. Mittlerweile hat sie unter anderem einen Ausbildungsplan für Trainer:innen entwickelt und das bestehende Trainingskonzept erweitert. Neben der Leitung ihres Betriebs übernimmt sie im Verein administrative Aufgaben und leitet zweimal pro Woche das Kinder-Schwimmtraining. Dass man ihre Arbeit auch dort zu schätzen weiß, bewies die stattliche Fraktion des Schwimmclubs, die bei der Verleihung einstimmig “Denise, Denise” aus dem Publikum skandierte.

© BMKÖS/Michael Meindl
Tag des Sports EhrenamtspreisDenise Spitzbart
© BMKÖS/Michael Meindl
Tag des Sports EhrenamtspreisIlse Schindler

Ilse Schindler, Union Ringerclub Mörbisch
Lebenswerk

Für ihr Lebenswerk wurde die Burgenländerin Ilse Schindler ausgezeichnet. Sie ist seit vierzig Jahren als Funktionärin im Ringsport aktiv und stand Kindern und Jugendlichen als Betreuerin beim Union Ringerclub in Mörbisch zur Seite. Dort wird sie liebevoll „Ringermama“ genannt. Sie war bei unzähligen Wettkämpfen mit dabei, sei es als Hallensprecherin, Wettkampfleiterin, Fahrerin, Begleiterin oder Aufsichtsperson. Auch im fortgeschrittenen Alter kämpft sie unermüdlich für ihren Sport. “Seit vier Jahren bin ich jetzt auch Obfrau. Besonders die Corona-Zeit war für unseren Verein wirklich nicht einfach. Die Kontaktverbote haben das Training unmöglich gemacht, es ging schon darum, dass wir uns vielleicht auflösen müssen”, erinnerte sich Schindler. Doch eine Aufgabe kam für die langgediente Funktionärin nicht in Frage, sie setzte sich beim Bürgermeister für ihre Ringer ein und gemeinsam wurden Lösungen gefunden. “Mittlerweile läuft das Kindertraining wieder und wir zählen rund 50 Mitglieder”, erzählte die 68-Jährige vor Ort stolz.

Gratulationen und Prämien für die Sieger:innen

Auch Vizekanzler und Sportminister Kogler gratulierte: “Ehrenamtliches Engagement, gemeinsame Leidenschaften zu haben, ein Ziel zu verfolgen – all das ist für unser Land unverzichtbar, es stärkt vor allem den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Ich freue mich sehr, dass so viele Sportvereine bei diesem erstmals ausgeschriebenen Preis Persönlichkeiten mit großen Verdiensten nominiert haben. Mehr als 150 Einreichungen sind ein großartiger Erfolg. Die hohe Qualität der Einreichungen aus allen Bundesländern und zahlreichen Sportarten spiegelt die Vielfalt des österreichischen Sports wider. Ich kann schon jetzt bestätigen, dass es auch 2024 wieder einen Ehrenamtspreis geben wird.”

Der Ehrenamtspreis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert, wird in sieben Kategorien vergeben und zeichnet Persönlichkeiten aus, die zur positiven Weiterentwicklung des Sports und des Vereinslebens beigetragen haben. Der 1. Preis ist mit jeweils 2.500, der 2. Preis mit 1.500 und der 3. Preis mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Darüber hinaus wird eine Persönlichkeit für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Auch dieser Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Preisgelder gehen an den Verein, in dem die Gewinner:innen tätig sind bzw. waren. Für die erstplatzierten Vereine werden zusätzlich jeweils 2.500 Euro für ein Vereinsfest zu Ehren der ausgezeichneten Persönlichkeit zur Verfügung gestellt. Ausgewählt wurden die Preisträger:innen von einer siebenköpfigen Jury.

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