Unterstützung für den Sport in Wien

Am 7. April fand im Wiener Rathaus ein gemeinsamer Termin mit Bürgermeister Michael Ludwig und den VertreterInnen der drei Wiener Sportdachverbände (SPORTUNION Wien, ASKÖ Wat Wien und ASVÖ-Wien) statt. Ziel dieses Termins war eine rasche und unbürokratische Unterstützung der über 1.200 Sportvereine dieser Verbände.

„Der Sport besitzt in Wien einen großen Stellenwert, gerade jetzt erkennen viele, wie wichtig Bewegung und die Freude am Sport im Alltag ist. Das vielfältige Wiener Sportleben wäre ohne die vielen Sportvereine und Sportverbände nicht möglich, getragen von unzähligen FunktionärInnen, TrainerInnen – der Großteil davon Ehrenamtliche. Wenn unsere Vereine auch nur teilweise wegfallen würden, dann reißt das ein Loch in das Freizeitleben von zahlreichen Wienerinnen und Wienern, die Mitglied in einem dieser Sportvereine sind. Das ist schlichtweg unvorstellbar und würde das gesellschaftliche Leben nach der Corona-Krise unglaublich und nachhaltig beeinträchtigen.“ so Präsidentin Dagmar Schmidt im Rahmen des Treffens.

Bei dem Treffen wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket, zur Stützung der Wiener Sportvereine, ausgearbeitet.

  • Es soll eine zusätzliche Fördermöglichkeiten für Sportvereine für Covid-19-Maßnahmen geschaffen werden. Diese Fördermöglichkeit soll als kurzfristige und unbürokratische Unterstützungsmöglichkeit für Vereine dienen, um Liquiditätsengpässe hintan zu halten.Hier sei laut Bürgermeister Ludwig noch ein Beschluss in der kommenden Stadtsenatssitzung notwendig.
  • Bereits bezahlte Jahresentgelte für Turnsäle, Sporthallen und Sportanlagen werden, abhängig von der Dauer der Sportanlagensperre, anteilig rückverrechnet.
  • Die Vorschreibungen von Bestandszinsen für die Nutzung städtischer Sportanlagen an private Betreiber wurden von Seiten der Magistratsabteilung 51 beginnend mit Mitte März ausgesetzt.
  • Die Frist für Ansuchen zur Nutzung städtischer Turnsäle und Sporthallen für die nächste Saison werden von Ende April bis zum 1. Juni verlängert.
  • Dringende Sportstättensanierungen laufen weiter, geplante Infrastrukturprojekte werden – immer im Rahmen der von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen – umgesetzt oder fortgeführt. Der Sportstättenentwicklungsplan kann als Grundlage für neue Investitionen in die sportliche Infrastruktur in Wien noch heuer präsentiert und ab 2021 schrittweise umgesetzt werden. Lediglich Investitionen in Sportanlagen, die aus heutiger Sicht nicht unbedingt dringend erforderlich sind, werden verschoben.
  • In Bezug auf die Verwendung der PRAE (Pauschalen Reiseaufwandsentschädigung) in Zeiten von Corona, wird sich die Stadt auf Bundesebene für eine Ausnahmeregelung stark machen.

„Mit diesem Paket werden wir sehr unmittelbar und schnell den Sportverbänden und Sportvereinen in unserer Stadt helfen“, stellte Bürgermeister Ludwig fest und bedankte sich bei den drei Dachverbänden für die „konstruktive Zusammenarbeit“.

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