Gender Equality

Die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, insbesondere die Stellung der Frau im heimischen Sport, ist ein besonderes Anliegen der SPORTUNION.

Wir machen uns stark für einen gleichberechtigten Zugang zu allen Angeboten und Funktionen im Sport, unabhängig von Geschlecht.

Es ist uns wichtig sicherzustellen, dass Sport attraktiv für alle ist, und auch Mädchen und Frauen unabhängig von Alter und sozialem/kulturellem Hintergrund ihren Sport in einer sicheren Umgebung ausüben, darin arbeiten, Führungspositionen einnehmen und genießen können.

Nicht nur durch einen entsprechend hohen Anteil an Frauen in Führungspositionen, sondern auch durch inhaltliche Förderung relevanter Themen und Arbeit soll die Stellung der Frauen im heimischen Sport verbessert werden.

In der SPORTUNION gab es bisher immer wieder Projekte und Förderungen für Engagement im Bereich der Gender Equality.

Zahlen zu Frauen im Sport innerhalb der SPORTUNION

Gendergerechte Darstellungsrichtlinie

Bewusst geschlechtergerecht in Text und Sprache

Die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, insbesondere die Stellung des Mädchens und der Frau im heimischen Sport, ist ein besonderes Anliegen der SPORTUNION.

Daher legen wir auch Wert darauf, in der gesprochenen und geschriebenen Sprache diese Haltung darzustellen. Denn: Sprache prägt unser Bewusstsein und lässt Bilder entstehen. Für die SPORTUNION reicht daher nicht, zu sagen oder zu schreiben, beide Geschlechter sind gemeint, sondern wir halten folgende Richtlinien ein:

  • Ausschreiben beider Geschlechtsformen, wobei der weibliche Begriff vor dem männlichen steht (z.B. „Spielerinnen und Spieler“).
    Wo möglich, Verwendung geschlechtsneutrale Begriffe (z.B. „Team“, „Lehrbeauftragte“, „Personen“). Tipp zur Wortfindung: https://geschicktgendern.de/
    Ist der Platz beschränkt (z.B. im Website-Menü), wird auf Binnen-I zurückgegriffen.
  • Abwechselnde Darstellung der Geschlechter bei der Berichterstattung und der Auswahl von Zitaten (z.B.: In regelmäßig erscheinenden Medien, wie Newslettern und Verbandsmagazinen)
  • Ausgeglichene Themenauswahl in Verbandsmedien. Themen wie Interessensgebiete beider Geschlechter werden ausgeglichen dargestellt.
  • Aufbrechen von Stereotypen durch die Berichterstattung. Vorgefertigte Vorstellungsbilder können durch bewusste Berichterstattung aufgebrochen werden (z.B.: Voltigiertrainer, Fußballtrainerin, kuchenbackender Vater oder Mutter als Trainerin).
  • Sportarten und Geschlechterzuweisung: Bei Sportarten wird kein Geschlecht vor die jeweilige Sportart gestellt, sondern die geschlechtliche Präzisierung nachgestellt z.B.: statt Frauenfußball spricht man von Fußball gespielt (betrieben…) von Frauen.

Geschlechtergerechte Verwendung und Auswahl von Bildern

Bilder unterstützen Textbotschaften und erwecken bei der betrachtenden Person Assoziationen zur Realität. Außerdem erinnert man sich an Bilder oftmals besser und erfasst diese schneller als Text. Daher bleibt der Eindruck, den das Bild hervorgerufen hat, länger im Gedächtnis. Aus diesem Grund legt die SPORTUNION auch bei der Auswahl von Bildern Wert auf Geschlechtergerechtigkeit. Folgende Hinweise dazu:

  • Vollkommener Verzicht auf erotische Bilddarstellungen
  • Wo möglich, gleich häufige Abbildung von Frauen und Männern
  • Gleichwertige Darstellung und Abbildung von Frauen und Männern in der Größe und Mimik sowie gleichwertige Positionierung und Anordnung im Bild: Frauen nicht in den Hintergrund setzen oder kleiner abbilden als Männer.
  • Bewusste Sichtbarmachung abseits tradierter Geschlechterstereotype

Geschlechterstereotype im Bild vermeiden: z.B.: Männer sollten nicht immer in sportlicher Action und Frauen nur passiv und „gestylt“ abgebildet werden.

Mehr zur Bildsprache findest du im Corporate Design Handbuch der SPORTUNION (S.40-41)

Aktuell können im Rahmen des Vereinsbonus Projekte zu Gendergerechtigkeit gefördert werden:

SPORTUNION Vereinsbonus

Weiterführende Links zum Thema Gender Equality und zu Partnerstellen:

Nähere Informationen erhältst du beim jeweiligen Landesverband.

Kontaktpersonen zum Thema Gender Equality

Name Vorname Verband Beauftragte(r) ExpertIn Ansprechperson Mailadresse
Hoffmann Alexandra SPORTUNION Österreich x x a.hoffmann@sportunion.at
McDonald Peter SPORTUNION Österreich x  peter.mcdonald@sportunion.at
Gmeiner Sebastian LV Vbg x s.gmeiner@sportunion-vlbg.at
Sageder Sarah LV Wien x s.sageder@sportunion-wien.at
Terk Michael LV Wien x m.terk@sportunion-wien.at
Klopf Elisabeth LV OÖ x elisabeth.klopf@sportunionooe.at
Winkler Thomas LV OÖ x thomas.winkler@sportunionooe.at
Ofner Karin LV Burgenland x x office@sportunion-burgenland.at 
Wilfinger Evelin LV Burgenland x x e.wilfing@sportunion-burgenland.at
Braun Martina LV Salzburg x martina.braun@sportunion-sbg.at
Fürnkranz-Maglock Birgit LV Niederösterreich x office@schwimmschule-krems.at
Skorsch Markus LV Niederösterreich x m.skorsch@sportunion.at 
Cijan Christian LV Kärnten x x christian.cijan@sportunion-kaernten.at 
Leitner Sandra LV Kärnten sandra.leitner@sportunion-kaernten.at
Jopp Petra LV Steiermark x x p.jopp@sportunion.at
 Peichler Stefanie LV Steiermark x stefanie.peichler@sportunion-steiermark.at
Lettner Christian LV Tirol x x lettner@sportunion.tirol

 

Wichtige Meilensteine

Bereits von 2013 bis 2015 hatte die SPORTUNION gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule Köln und der ENGSO Jugend den Projektlead beim EU-Projekt Sport respects your rights übernommen. Seit 2015 erfolgte die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe für Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Sport, welche einen Aktionsplan entwickelte.

2017

  • Start für das Projekt „Für Respekt und Sicherheit: Im Rahmen von Maßnahmen zu Prävention sexualisierter Gewalt sorgen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren seit 2017 für ein sicheres Umfeld und ein Klima des Respekts in Sportvereinen. Die Kontaktdaten sind jeweils über die Homepage abrufbar.
  • Die SPORTUNION-Akademie (SPAK) bietet „Für Respekt und Sicherheit“-Kurse an. Die Programme wurden in Abstimmung mit allen Landesverbänden erarbeitet.  Dabei werden etwa Kurse zu entsprechenden Themen umgesetzt.

2018

  • Die SPORTUNION hat als erster Sport-Dachverband im Juni 2018 einen Ehrenkodex einstimmig beschlossen, der für Mitgliedsvereine, Funktionärinnen und Funktionäre, dienstnehmenden Personen (z.B. in den Projekten „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ und „Kinder gesund bewegen“) sowie Teilnehmende an Aus- und Fortbildungskursen gilt. Es erfolgte auch ein Aufruf an die Vereine, den Ehrenkodex in den Vereinsstatuten zu verankern. Ein zentraler Aspekt ist dabei unter anderem Fairness oder die Gleichberechtigung der Geschlechter.

2019

  • Um die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter voranzubringen, gibt es innerhalb der SPORTUNION Ansprechpersonen auf Bundes- und Landesebene. Die entsprechenden Kontakte zur Förderung von Gender Equality sind auf der aktuellen Seite abrufbar.

2020

  • Um die Stellung der Frau im heimischen Sport weiter zu stärken, hat die SPORTUNION im November 2020 die Arbeitsgruppe „Frau im Ehrenamt und Sport“ ins Leben gerufen.
  • Seit 2020 verfügt die SPORTUNION über ein internes Krisenhandbuch und über ein Interventionsschema mit 3 Fallbeispielen für Vereine in Fall von sexuellen Übergriffen oder wenn ein Verdachtsfall vorliegt. So können sich Vereinsfunktionärinnen und -funktionäre sowie Betroffene informieren wie vorzugehen ist.
  • 2020 und 2021 fanden Schulung aller hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SPORTUNION Landesverbände und des Bundesverbandes zum Thema „Prävention sexualisierter Gewalt“ statt.

2021

  • Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Ländern haben in diesem Zusammenhang mit der Arbeitsgruppe gemeinsam ein Leitkonzept zur Frauenförderung erarbeitet, um entsprechende Maßnahmen auf den Weg zu bringen.
  • Barrieren sollen künftig auch besser erkannt und die richtigen Maßnahmen gesetzt werden, dafür wurde 2021 erstmals eine Vergleichsdatenerhebungen innerhalb der SPORTUNION abgefragt. Künftig soll es weiter regelmäßige Befragungen geben. Ergebnisse dazu wurden im Rahmen des Weltfrauentags 2021 veröffentlicht.
  • Um die Anerkennung und Erhöhung der Sichtbarkeit von ehrenamtlichen Frauen in den Mittelpunkt zu rücken, wurden entsprechende Darstellungsrichtlinien für eine geschlechtergerechte Kommunikation erarbeitet.
  • Startschuss für die neue Workshop-Reihe „Gendergerechtigkeit im Verein“ in Zusammenarbeit mit der SPORTUNION Akademie ab Herbst 2021.