ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick sieht die “Tägliche Bewegungseinheit” in Österreich als Pflicht für die mentale und körperliche Gesundheit unserer Kinder

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Die SPORTUNION fühlt sich bestärkt: Auch Ralf Rangnick fordert den Erhalt und Ausbau der “Täglichen Bewegungseinheit”, ein Erfolgsmodell für Gesundheit und Entwicklung von Kindern. “Sport in der Schule muss endlich als gleichwertiges Bildungsfach behandelt werden – nicht als lästige Randnotiz.” SPORTUNION Österreich-Präsident Peter McDonald: “Wir laden den Teamchef herzlich zu einem persönlichen Austausch ein, um seine wertvolle Perspektive und Expertise in die Weiterentwicklung der “Täglichen Bewegungseinheit” einfließen zu lassen.”

„Die tägliche Turnstunde in Österreich zur Pflicht zu machen, halte ich für einen absolut wichtigen Schritt. Nicht für den Fußball oder andere Sportarten, sondern für die körperliche und mentale Gesundheit von Kindern“, betonte Rangnick im Rahmen einer Pressekonferenz. Die Initiative, die bereits über 330.000 Bewegungseinheiten pro Schuljahr ermöglicht, “ist nicht nur ein Leuchtturmprojekt auf europäischer Ebene, sondern auch ein unverzichtbarer Bestandteil der Bildungs- und Gesundheitspolitik Österreichs”, so SPORTUNION-Präsident Peter McDonald.

Polysportive Bewegung als Gesundheitsfaktor

Seit 2009 setzen die drei Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION die Tägliche Bewegungseinheit im Auftrag der Bundesregierung erfolgreich um. Dabei steht die breite polysportive Förderung aller Kinder – unabhängig von Talent oder Leistungsniveau – im Vordergrund. Vor allem Kinder, die Sport und Bewegung nicht regelmäßig im Alltag verankert haben, sind die größten Profiteure des Projektes. McDonald: “Es geht um die Freude an der Bewegung, die Förderung motorischer Grundkompetenzen und die Vermittlung wichtiger Lebenskompetenzen.”

Sport in der Schule muss endlich als gleichwertiges Bildungsfach behandelt werden

© Benni Schön
TBE
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Rangnick bringt eine wertvolle Perspektive und umfassende Expertise für die Weiterentwicklung der täglichen Bewegungseinheit mit

Die Rahmenbedingungen verändern, nicht die Kinder

„Ein Kind – weder in Österreich, Deutschland oder anderswo auf der Welt – kommt nicht mit dem Stempel ‚adipös‘, ‚nicht interessiert an Sport‘ und ‚handysüchtig‘ auf die Welt. Sie werden dazu gemacht, weil die Rahmenbedingungen einfach nicht dazu geschaffen sind“, warnt Rangnick. „Wenn heute in der Schule Sport ausfällt, interessiert das niemanden. Wenn Mathematik zwei Wochen ausfällt, stehen die Eltern vor dem Lehrerzimmer. Das muss sich ändern – auch aus gesundheitlichen Gründen.“

Bewegung als gleichwertiges Bildungsfach etablieren

Die SPORTUNION und ihre Partner sehen sich durch die prominente Unterstützung bestätigt: Die „Tägliche Bewegungseinheit“ ist ein zukunftsweisendes Sport-, Bildungs- und Gesundheitsprojekt, das Kinder in ihrer Entwicklung stärkt und Schulen bereichert. „Sport in der Schule muss endlich als gleichwertiges Bildungsfach behandelt werden – nicht als lästige Randnotiz“, so Rangnick abschließend.

Einladung der Dachverbände zur gemeinsamen Weiterentwicklung

SPORTUNION-Präsident Peter McDonald: “Wir laden den Teamchef Ralf Rangnick herzlich zu einem persönlichen Austausch ein, um seine wertvolle Perspektive und Expertise in die Weiterentwicklung der Täglichen Bewegungseinheit einfließen zu lassen. Als jemand, der sowohl die Bedeutung frühkindlicher Bewegung als auch die langfristigen Auswirkungen auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit kennt, kann sein Blick auf das Projekt entscheidende Impulse geben. Wir freuen uns auf ein gemeinsames Gespräch mit ihm – für die Zukunft unserer Kinder.“

© Nino Manuguerra
Peter McDonald Pressefoto

Ralf Rangnick im O-Ton

  • “Die tägliche Turnstunde in Österreich zur Pflicht zu machen, halte ich für einen absolut wichtigen Schritt. Nicht nur für den Fußball oder andere Sportarten, sondern für die körperliche und mentale Gesundheit von Kindern.”
  • “Ein Kind – weder in Österreich, Deutschland oder anderswo auf der Welt – kommt nicht mit dem Stempel „adipös“, „nicht interessiert an Sport“ und „handysüchtig“ auf die Welt. Sie werden dazu gemacht, weil die Rahmenbedingungen einfach nicht dazu geschaffen sind. Meine Generation – wir hatten keine Handys. Mein Tag sah so aus: Von der Schule heim, schnell essen, Hausaufgaben und dann hat schon der nächste Kumpel mit dem Ball draußen geprellt. Und dann warst du acht Stunden auf irgendeinem Fußballplatz oder im Freibad und hast fünf verschiedene Sportarten gemacht. Das gibt es heute so nicht mehr.”
  • “Deshalb ist es umso wichtiger, dass in der Schule Sport als Bildungsfach angesehen wird. Das halte ich für einen ganz, ganz wichtigen Hinweis für die nächsten Jahre. Wenn in der Schule Sport heute ausfällt, interessiert das niemanden. Wenn Mathematik zwei Wochen ausfällt, stehen die Eltern vor dem Lehrerzimmer und beschweren sich.”
  • “Ich habe eine Stiftung in Leipzig (“Ralf Rangnick Stiftung”), die sich seit acht Jahren mit Kindern beschäftigt. Wenn ich Ihnen da sage, dass von zehn Kindern im Alter von acht Jahren drei weder schwimmen noch mechanisch Radfahren können und noch nie in ihrem Leben auf einen Baum geklettert sind, dann sind das für mich alarmierende Zahlen. Und gerade in einem kleinen Land wie Österreich, glaube ich schon, dass es Möglichkeiten gibt, indem man z.B. auch die Eltern mit ins Boot holt. Dass Kinder z.B. bei der Einschulung einen ÖFB-Fußballrucksack – mit einem Ball drinnen und einem Gutschein für Fußballschuhe – bekommen.”
  • Ralf Rangnick Stiftung: Video

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