Corona-Virus: Informationen für Vereine

Folgender Fragenkatalog wird stetig erweitert und nach Aktualität geordnet. Haftungsausschluss: Die Empfehlungen und Auskünfte wurden nach gewissenhafter Prüfung des mitgeteilten Sachverhalts erteilt. Es handelt sich um allgemein ableitbare Einschätzungen der Folgen dieser Ausnahmesituation. Trotz sorgfältiger Recherche zu den einzelnen Themen können wir angesichts der derzeitigen Häufung von Anfragen, der Ausnahmesituation, der unbeständigen Sachlage, die sich zum Teil täglich ändert, sowie dem oftmaligem Fehlen einschlägiger Judikatur, eindeutiger Rechtsvorschriften und gefestigter Rechtsprechung jedoch ausdrücklich keine Gewähr oder Haftung für eine etwaige gerichtliche Durchsetzbarkeit der Informationen übernehmen.

ACHTUNG! Die Informationen auf unserer Website beziehen sich auf die Verordnung auf Bundesebene. Für einzelne Regionen oder Bundesländer können abweichende Regelungen gelten!

Tagesaktuell gültige Verordnung (Link aktualisiert sich automatisch sobald eine neue Verordnung in Kraft tritt bzw. im RIS eine neue konsolidierte Fassung vorhanden ist)

Aktuelle regionale Maßnahmen nach Bundesländern

  • Aktuelle (zusätzliche) Maßnahmen – Burgenland
  • Aktuelle (zusätzliche) Maßnahmen – Kärnten
  • Aktuelle (zusätzliche) Maßnahmen – Niederösterreich
  • Aktuelle (zusätzliche) Maßnahmen – Oberösterreich
  • Aktuelle (zusätzliche) Maßnahmen – Salzburg
  • Aktuelle (zusätzliche) Maßnahmen – Steiermark
  • Aktuelle (zusätzliche) Maßnahmen – Tirol
  • Aktuelle (zusätzliche) Maßnahmen – Vorarlberg
  • Aktuelle (zusätzliche) Maßnahmen – Wien

Weitere Lockerungsverordnungen

COVID-19-Maßnahmenverordnung, vom 01.11.2020

COVID-19-Maßnahmenverordnung, vom 23.10.2020

COVID-19-Maßnahmenverordnung, vom 15.10.2020

COVID-19-Lockerungsverordnung vom 18.09.2020

COVID-19-Lockerungsverordnung vom 13.05.2020

COVID-19-Lockerungsverordnung vom 27.05.2020

COVID-19-Lockerungsverordnung vom 13.06.2020

COVID-19-Lockerungsverordnung vom 29.06.2020

Bei Fragen wende dich an das Informations-Service für den Bereich Sport vom BMKÖS:
Hotline: Tel: +43 (1) 71606 – 665270 (Mo-Fr 9 bis 15 Uhr)
E-Mail: sport@bmkoes.gv.at

Das ÖISS-Informationspapier „Customer Journey – Sportstätten“ unterstützt die BetreiberInnen einer Sportstätte bei der Planung ihrer Maßnahmen im Zuge der Wiederöffnung der Sportstätte. Zudem hat das ÖISS Informationen zur „Auslastung von Tribünenanlagen bei Corona bedingten Sicherheitsabständen“ zusammengestellt.

 

Anti-Gen-Test: Sonderkonditionen für Sport

Folgender Anbieter bietet Sportverbänden und -vereinen Sonderkonditionen: https://www.sportaustria.at/fileadmin/Inhalte/Dokumente/HVDLS.pdf

 

Wichtige Vorlagen:

Vorlage – Sperre der Sportanlage aufgrund von Corona

Verschiedene Icons zur Corona-Krise (kostenlos zum Herunterladen)

Allgemeine Empfehlungen für einen sicheren Sportbetrieb (seit 17. November):

Erstellt unter fachärztlicher Begleitung der Abt. für Umwelthygiene und Umweltmedizin (ZPH, MedUni Wien)

 

Organisatorisches

  • COVID-19-Ansprechperson benennen (sollte entsprechend geschult sein, z.B. Ausbildung zum/zur COVID-19-Beauftragten)
  • Kontaktdaten der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde (z.B. Bezirkshauptmannschaft, Magistrat, Amtsarzt/Amtsärztin) erheben und an die COVID-19-Ansprechperson weitergeben
  • Trainingseinheiten, soweit möglich, im Freien abhalten
  • Beginn- und Endzeiten der Trainingseinheiten, soweit möglich, so planen, dass TeilnehmerInnen unterschiedlicher Einheiten einander nicht begegnen
  • Kinder und unmündige Minderjährige (unter 14 Jahre) während des Aufenthaltes auf der Sportstätte von einer volljährigen Person (ab 18 Jahre) beaufsichtigen
  • Handdesinfektionsmittelspender, falls nicht vorhanden, an allen Ein- und Ausgängen der Sportstätte aufstellen und Aufforderung zur Handdesinfektion aufhängen
  • Flüssigseife und Einweghandtücher, falls nicht vorhanden, in allen Waschräumen zur Verfügung stellen und Aufforderung zum Händewaschen aufhängen
  • Flächendesinfektionsmittel und Einweghandschuhe, falls nicht vorhanden,besorgen
  • 1-Meter-Mindestabstands-Schilderan allen Eingängen der Sportstätteaufhängen
  • Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS) als Reserve für die TeilnehmerInnen, die ihren vergessen haben, besorgen und Aufforderung zum Tragen eines MNS in geschlossenen Räumen an allen Eingängen der Sportstätte aufhängen
  • Bei Veranstaltungen outdoor auch die Aufforderung zum Tragen eines MNS im Freien an allen Eingängen der Sportstätte aufhängen
  • Kontaktdaten aller TeilnehmerInnen (Name, E-Mailadresse und Telefonnummer; bei Minderjährigen die Kontaktdaten eines/einer Erziehungsberechtigten), falls nicht bekannt, erheben
  • Informationen (z.B. per E-Mail) an alle TeilnehmerInnen (SportlerInnen bzw. bei Minderjährigen an die Erziehungsberechtigten, BetreuerInnen, TrainerInnen etc.) schicken:
    • die Kontaktdaten der COVID-19-Ansprechperson (Name, Telefonnummer, E-Mailadresse und zeitliche Erreichbarkeit)
    • Gesundheitscheckliste
    • Anleitung richtiges Händewaschen
    • Anleitung richtige Handdesinfektion
    • Anleitung richtige Husten- und Niesetikette
    • Hinweis auf die Stopp Corona App
    • Verhaltensregeln auf der Sportstätte:
      • wer sich krank fühlt bzw. Symptome (siehe Gesundheitscheckliste) aufweist, darf die Sportstätte nicht betreten bzw. bleibt zu Hause
      • wer in den letzten 10 Tagen Kontakt zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall hatte,darf die Sportstätte nicht betreten bzw. bleibt zu Hause
      • eigene(s) beschriftete und befüllte Trinkflasche und Handtuch mitbringen
      • wenn möglich, bereits umgezogen zum Training erscheinen und nach dem Training zu Hause duschen
      • Mindestabstand 1 Meter (Ausnahme ist die eigentliche Sportausübung von Kontaktsportarten, bei Hilfestellungen und bei kurzfristiger Unterschreitung)
      • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in geschlossenen Räumen sowie bei Veranstaltungen auch im Freien (Ausnahmen: die eigentliche Sportausübung und gegebenenfalls Duschen)
      • nach dem Betreten bzw. vor dem Verlassen der Sportstätte entweder Hände waschen oder Hände desinfizieren
      • keine Begrüßungen, Verabschiedungen sowie kein Torjubel u.dgl. mit Körperkontakt (z.B. Handschlag, High Fives)
  • vor jeder Trainingseinheit alle TeilnehmerInnen (SportlerInnen, BetreuerInnen, TrainerInnen etc.) in eine TeilnehmerInnenliste eintragen und die Listen mind. 28 Tage aufbewahren
  • vor jeder Trainingseinheit erläutert der/die TrainerIn den SportlerInnen die Verhaltensregeln auf der Sportstätte
  • während der Trainingseinheit überwacht der/die TrainerIn die Einhaltung der Verhaltensregeln
  • bei Nichtbefolgung der Verhaltensregeln schließt der/die TrainerIn den/die SportlerIn von der Sportausübung aus

 

Belüftung

Eine möglichst hohe Außenluftzufuhr ist eine der wirksamsten Methoden, eventuell virushaltige Aerosole aus den Innenräumen zu eliminieren. Lüftungsmaßnahmen sind daher bedeutende Kernelemente der Vorsorge gegen Infektionen. Bei Indoor-Sportstätten sind daher folgende Maßnahmen zu setzen:

  • Lüften der Sportstätte so oft und intensiv wie möglich, wo möglich Querlüften
  • Lüften der Garderoben und Duschen/Toiletten vor und nach jeder Trainingseinheit für mindestens 5 Minuten

Bei Vorhandensein einer mechanischen Lüftungsanlage ist bei körperlicher Belastung der Luftwechsel zu erhöhen, wenn möglich auf einen 5-fachen Luftwechsel pro Stunde oder höher.

Mechanische Lüftungsanlagen mit Umluftanteil sind mit einer zusätzlichen Filterung (HEPA-Filter) zu auszustatten.

 

Reinigung

In Abhängigkeit der jeweiligen Verantwortlichkeit (z.B. Schulerhalter oder Vereine) sind regelmäßige Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen zu setzten.

Generell sind die für die Sportausübung vorgesehenen Bereiche inklusive dazugehörige Sanitärbereiche und Garderoben etc. im Falle der Nutzung mind. einmal täglich zu reinigen. Häufig berührte Flächen (z.B. Türklinken, Armaturen) sind zu desinfizieren. Dafür wird ein Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis empfohlen.

Maßnahmen nach der jeweiligen Trainingseinheit:

  • Desinfektion gemeinsam genutzter Sportgeräte,falls diese desinfiziert werden können.

 

Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion im Verein

  • COVID-19-Ansprechperson des Vereins informiert die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde
  • Weitere Schritte werden von der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde verfügt
  • Testungen und ähnliche Maßnahmen erfolgen auf Anweisung der Gesundheitsbehörde
  • Verein unterstützt die Umsetzung der Maßnahmen
  • Dokumentation durch die COVID-19-Ansprechperson des Vereins, welche Personen Kontakt zur betroffenen Person hatten sowie Art des Kontaktes, anhand der TeilnehmerInnenlisten
  • Bei Bestätigung eines Erkrankungsfalls erfolgen weitere Maßnahmen (z.B. Desinfektion der Sportstätte) auf Anweisung der Gesundheitsbehörde

Unsere Handlungsempfehlungen für einen sicheren Sportbetrieb als Dokument zum Download

Die Handlungsempfehlungen als offenes Dokument zu Ihrer Verwendung

 

Sportartenspezifische Empfehlungen:

Hier finden Sie die Handlungsempfehlungen für die jeweiligen Sportarten:

  • American Football: in Überarbeitung

Fragen und Antworten

Wir sind am Erarbeiten von Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit COVID-19 und dem Vereinsbetrieb. Neu mit 17. November (das jeweilige Datum zeigt an, wann es zur letzten Aktualisierung der Frage gekommen ist). 

Sportarten und deren Ausübung

16.11.2020 Was bedeuten die Corona-Ampelfarben für den Sport und Veranstaltungen?

Die derzeit gesetzlich gültigen Corona-Maßnahmen für den Sport und für Veranstaltungen finden sich in der aktuellen Verordnung. Diese Regelungen werden in den FAQ auf dieser Seite berücksichtigt.

Die Corona-Ampelfarben dienen aktuell der Risikoorientierung. Der jeweiligen Situation entsprechend werden regelmäßig Empfehlungen der Corona-Kommission ausgesprochen und auf der Corona- Informationsseite veröffentlicht: corona-ampel.gv.at/.

Achtung: Für einzelne Regionen oder Bundesländer können abweichende Regelungen gelten! Mehr Informationen zu regionalen Maßnahmen finden Sie hier: corona-ampel.gv.at/aktuelle-massnahmen/regionale-zusaetzliche-massnahmen/

16.11.2020 Unter welchen Bedingungen darf Sport ausgeübt werden?

Aktuell darf Sport nur alleine oder mit Personen aus dem gleichen Haushalt im eigenen privaten Wohnbereich oder an öffentlichen Orten im Freien betrieben werden. Sportstätten (z.B. Fußballplätze) müssen geschlossen bleiben. Ein Mund-Nasen-Schutz muss bei der Sportausübung nicht getragen werden. Es sind derzeit auch keine Veranstaltungen (Training/Kurs/Gruppe/Wettkampf…) erlaubt.

Ausgenommen ist nur der Spitzensport (siehe FAQ „Sind Veranstaltungen mit SpitzensportlerInnen vom Veranstaltungsverbot ausgenommen?“).

16.11.2020 Sind Wettkämpfe und Veranstaltungen (Trainings, Kurse, Gruppen) erlaubt?

Aktuell darf Sport nur alleine oder mit Personen aus dem gleichen Haushalt und nur im eigenen privaten Wohnbereich oder an öffentlichen Orten im Freien betrieben werden. Sportstätten (z.B. Fußballplätze) müssen geschlossen bleiben. Es sind derzeit also keine Veranstaltungen (Training/Kurs/Gruppe/Wettkampf…) erlaubt.

Ausgenommen ist nur der Spitzensport (siehe FAQ „Sind Veranstaltungen mit SpitzensportlerInnen vom Veranstaltungsverbot ausgenommen?“).

16.11.2020 Wann wird ein COVID-19-Präventionskonzept für die Sportausübung benötigt? Was muss es enthalten?

Spitzensport Mannschaft und/oder Körperkontakt:

Für SpitzensportlerInnen gemäß § 3 Z 6 BSFG 2017 von Mannschaftssport oder Sportarten, bei deren sportartspezifischer Ausübung es zu Körperkontakt kommt, auch aus dem Bereich des Behindertensports, ist vom verantwortlichen Arzt/von der verantwortlichen Ärztin ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dessen Einhaltung laufend zu kontrollieren. Vor erstmaliger Aufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes ist durch molekularbiologische Testung oder Antigen-Test nachzuweisen, dass SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen SARS-CoV-2 negativ sind.

Im Fall eines positiven Testergebnisses ist das Betreten von Sportstätten abweichend davon dennoch zulässig, wenn 1. jedenfalls mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit vorliegen und 2. auf  Grund  der  medizinischen  Laborbefunde,  insbesondere  aufgrund  des  CT-Werts  >30,  davon ausgegangen werden kann, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV2-Infektion sind in den folgenden 10 Tagen vor jedem Wettkampf alle SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen einer molekularbiologischen Testung oder einem Antigen-Test auf das Vorliegen von SARS-CoV-2 zu unterziehen.

Das Präventionskonzept für SpitzensportlerInnen hat zumindest folgende Themen zu beinhalten:

  1. Schulung von Sportlern und Betreuern in Hygiene, Verpflichtung zum Führen von Aufzeichnungen zum Gesundheitszustand,
  2. Verhaltensregeln von Sportlern, Betreuern und Trainern außerhalb der Trainings- und Wettkampfzeiten,
  3. Gesundheitschecks vor jeder Trainingseinheit und jedem Wettkampf,
  4. Vorgaben für Trainings- und Wettkampfinfrastruktur,
  5. Hygiene- und Reinigungsplan für Infrastruktur und Material,
  6. Nachvollziehbarkeit von Kontakten im Rahmen von Trainingseinheiten und Wettkämpfen,
  7. Regelungen zum Verhalten beim Auftreten von COVID-19-Symptomen,
  8. bei Auswärtswettkämpfen Information der dort zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde, dass ein Erkrankungsfall an COVID-19 bei einem Sportler, Betreuer oder Trainer aufgetreten ist.

Durch ärztliche Betreuung und durch COVID-19-Testungen der SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen ist darauf hinzuwirken, dass das Infektionsrisiko minimiert wird.

Spitzensport Individual (ohne Körperkontakt) bei Veranstaltungen(Wettkampf/Training ab 2 Personen) mit indoor bis zu 100 und outdoor bis zu 200 SportlerInnen:

Hier hat das COVID-19-Präventionskonzept insbesondere zu enthalten:

  1. Vorgaben zur Schulung der teilnehmenden SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen in Hygiene, Verpflichtung zum Führen von Aufzeichnungen zum Gesundheitszustand
  2. Verhaltensregeln von SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen außerhalb der Trainings- und Wettkampfzeiten
  3. Gesundheitschecks vor jeder Trainingseinheit und jedem Wettkampf
  4. Regelungen zur Steuerung der Ströme der teilnehmenden SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen
  5. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen
  6. Hygiene- und Reinigungsplan für Infrastruktur und Material
  7. Nachvollziehbarkeit von Kontakten im Rahmen von Trainingseinheiten und Wettkämpfen
  8. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion

Durch ärztliche Betreuung und durch COVID-19-Testungen der SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen ist darauf hinzuwirken, dass das Infektionsrisiko minimiert wird.

Informationen zur Vorgehensweise beim Auftreten positiver COVID-19-Fälle für SpitzensportlerInnen finden Sie in der behördlichen Vorgangsweise des Gesundheitsministeriums (Seite 6)

Piktogramme:

Wir haben für den Sport Piktogramm für die wichtigsten Richtlinien und Empfehlungen erarbeitet. Folgende Piktogramme stehen kostenlos zum Download zur Verfügung:

16.11.2020 Betrifft die Ausgangsregelung auch den Sport?

Die Ausgangssperre sieht den Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung als Ausnahme vor. Sport betreiben ist demnach erlaubt.

Weitere Informationen dazu unter der FAQ „Unter welchen Bedingungen darf Sport ausgeübt werden?“.

16.11.2020 Muss während der Sportausübung ein Abstand eingehalten werden?

Es muss der Mindestabstand von 1 Meter zu anderen, nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen, eingehalten werden.

Ausgenommen sind erforderliche Sicherungs- und Hilfeleistungen sowie SpitzensportlerInnen nach § 3 Z 6 BSFG 2017 (siehe FAQ „Sind Veranstaltungen mit SpitzensportlerInnen vom Veranstaltungsverbot ausgenommen?“).

02.11.2020 Sind Veranstaltungen mit SpitzensportlerInnen vom Veranstaltungsverbot ausgenommen?

Veranstaltungen (Training/Kurs/Gruppe/Wettkampf…), bei denen ausschließlich Spitzensportler gemäß § 3 Z 6 BSFG 2017 Sport ausüben, sind in geschlossenen Räumen mit bis zu 100 und im Freiluftbereich mit bis zu 200 SportlerInnen zuzüglich der TrainerInnen, BetreuerInnen und sonstigen Personen, die für die Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, zulässig.

Der Veranstalter hat für diese Personen basierend auf einer Risikoanalyse ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept zur Minimierung des Infektionsrisikos auszuarbeiten und umzusetzen (siehe FAQ „Wann wird ein COVID-19-Präventionskonzept für die Sportausübung benötigt? Was muss es enthalten?“). Weiters ist durch ärztliche Betreuung und durch COVID-19-Testungen der SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen darauf hinzuwirken, dass das Infektionsrisiko minimiert wird.

Achtung: Für einzelne Regionen oder Bundesländer können abweichende Regelungen gelten! Mehr Informationen zu regionalen Maßnahmen finden Sie hier: corona-ampel.gv.at/aktuelle-massnahmen/regionale-zusaetzliche-massnahmen/

02.11.2020 Sind Anti-Gen-Tests für SpitzensportlerInnen zulässig?

Mit der Verordnung per 3.11.2020 sind für die Testung von SpitzensportlerInnen bei Aufnahme des Trainings/Wettkampfes erstmals Anti-Gen-Tests zulässig. Weitere Informationen dazu unter der FAQ „Woher bekomme ich „Corona-Tests“?“.

02.11.2020 Muss während des Sports ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?

Bei der Sportausübung muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

16.06.2020 Sind in den Bereichen Motorflug und Segelflug Checkflüge (d.h. ein/e CheckpilotIn sitzt mit der/dem zweiten PilotIn in einer Maschine) erlaubt?

Ja, wenn pro Sitzreihe einschließlich dem/der Piloten/Pilotin nur zwei Personen sitzen und Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Die entsprechenden sportartspezifischen Handlungsempfehlungen finden Sie hier.

10.06.2020 Was ist bei einem COVID-19-Verdachtsfall in einem Trainingslager zu tun?

  1. Die Person ist sofort in einem eigenen Raum unterzubringen. Zur Risikominimierung darf bis zum Eintreffen des Gesundheitspersonals niemand das Trainingslager verlassen.
  2. Die Verantwortlichen sind verpflichtet umgehend die Gesundheitsberatung unter 1450 anrufen, deren Vorgaben Folge leisten sowie die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt/Amtsärztin) informieren.
  3. Die Verantwortlichen haben bei minderjährigen Betroffenen unverzüglich die Eltern/Erziehungsberechtigten des/der unmittelbar Betroffenen zu informieren.
  4. Weitere Schritte werden von den örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden verfügt. Auch Testungen und ähnliche Maßnahmen erfolgen auf Anweisung der Gesundheitsbehörden. Diese verfügen auch, welche Personen zur weiteren Abklärung im Trainingslager bleiben müssen.
  5. Dokumentation welche Personen Kontakt zur betroffenen Person haben bzw. hatten sowie Art des Kontaktes (z.B. mit Hilfe von Teilnehmerlisten).
  6. Sollte ein Erkrankungsfall bestätigt werden, erfolgen weitere Maßnahmen entsprechend den Anweisungen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde.

Um im Anlassfall entsprechend geordnet vorgehen zu können, sollte bereits im Vorfeld ein wenig frequentierter Raum, der gut zu lüften und desinfizieren ist, ausgewählt werden. Weiters müssen die Kontaktdaten aller TeilnehmerInnen bzw. der Erziehungsberechtigen zur Verfügung stehen und die Teilnahme an Trainingseinheiten dokumentiert werden (z.B. durch Teilnehmerlisten).

10.06.2020 Was ist bei einem COVID-19-Verdachtsfall im Verein zu tun?

  1. Der Verein informiert die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt/Amtsärztin).
  2. Weitere Schritte werden von den örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden/Amtsarzt/Amtsärztin verfügt. Testungen und ähnliche Maßnahmen erfolgen auf Anweisung der Gesundheitsbehörden. Der Verein hat die Umsetzung der Maßnahmen zu unterstützen.
  3. Dokumentation durch den Verein, welche Personen Kontakt zur betroffenen Person hatten sowie Art des Kontaktes (z. B. mit Hilfe von Teilnehmerlisten).
  4. Sollte ein Erkrankungsfall bestätigt werden, erfolgen weitere Maßnahmen (z.B. Desinfektion der Sportstätte) entsprechend den Anweisungen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde.

Um im Anlassfall entsprechend geordnet vorgehen zu können, müssen die Kontaktdaten aller TeilnehmerInnen bzw. der Erziehungsberechtigen zur Verfügung stehen und die Teilnahme an Trainingseinheiten oder anderen Sportveranstaltungen dokumentiert werden (z.B. durch Teilnehmerlisten).

30.04.2020 Wo erhalte ich Handlungsempfehlungen zur Sportausübung bzw. zu spezifischen Sportarten?

Wir haben für Sie die wichtigsten allgemeinen Handlungsempfehlungen zur Sportstättenöffnung und Sportausübung hier zusammengefasst. Auch sportspezifische Empfehlungen der Verbände werden dort gesammelt.

30.04.2020 Wer ist für die Einhaltung der Vorgaben, Regelungen und Empfehlungen verantwortlich?

Etwaige Konsequenzen aus der Nichteinhaltung der Maßnahmen sind entsprechend von den Sportausübenden, den Aufsichtspersonen oder TrainerInnen zu tragen. Wer als Inhaber einer Betriebsstätte z.B. nicht dafür Sorge trägt, dass die Betriebsstätte höchstens von der in der Verordnung genannten Zahl an Personen betreten wird (besonders relevant bei der Regelung für die maximal erlaubte ZuseherInnenzahl), begeht eine Verwaltungsübertretung. Es wird empfohlen, Online-Anmeldesysteme zu nutzen, um den Andrang in Grenzen zu halten. Informieren Sie die SportlerInnen sowie ZuschauerInnen, dass der Sicherheitsabstand zu jeder Zeit einzuhalten ist und daher Menschenmengen an Stoßzeiten zu vermeiden sind, z.B. Driving Range eines Golfplatzes. Unsere allgemeinen bzw. die entsprechenden sportartspezifischen Handlungsempfehlungen finden Sie hier.

18.03.2020 Was ist bei der Wiederaufnahme des Trainings nach einer Corona-Infektion zu beachten?

Das Coronavirus kann neben der Lunge auch andere wichtige Organe, wie das Herz, angreifen und nachhaltig schädigen. Daher ist, auch bei asymptomatischen Verläufen der Infektion, besondere Vorsicht geboten. Der Wissenschaftsrat der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention und die Medizinische Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes haben gemeinsam mit ExpertInnen aus der Schweiz, Österreich und Luxemburg Empfehlungen für die Rückkehr ins Training erarbeitet. Die ExpertInnen empfehlen vor der Wiederaufnahme des Trainings eine ärztliche Untersuchung. Für Fragen wenden Sie sich an die Coronavirus-Hotlines: https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Hotlines.html

Sportstätten und Infrastruktur

16.11.2020 Welche Sportstätten dürfen für die Sportausübung genützt werden?

Aktuell darf Sport nur alleine oder mit Personen aus dem gleichen Haushalt und nur im eigenen privaten Wohnbereich oder an öffentlichen Orten im Freien betrieben werden. Sportstätten müssen geschlossen bleiben. Es sind derzeit auch keine Veranstaltungen (Training/Kurs/Gruppe/Wettkampf…) erlaubt. Ein Mund-Nasen-Schutz muss bei der Sportausübung nicht getragen werden.

Ausgenommen ist nur der Spitzensport (siehe FAQ „Sind Veranstaltungen mit SpitzensportlerInnen vom Veranstaltungsverbot ausgenommen?“).

16.11.2020 Dürfen Sportstätten für Sanierungs-, Wartungs- oder Erhaltungsarbeiten betreten werden?

Ja, sofern dies erforderlich ist.

16.11.2020 Welche Regelungen gelten in Feuchträumen/Garderoben?

SpitzensportlerInnen nach § 3 Z 6 BSFG 2017, deren BetreuerInnen und Medien dürfen auch indoor Sport betreiben bzw. die Räumlichkeiten nutzen (siehe FAQ „Sind Veranstaltungen mit SpitzensportlerInnen vom Veranstaltungsverbot ausgenommen?“). In geschlossenen Räumlichkeiten gilt der Mindestabstand von 1 Meter und ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen (außer Feuchträume).

Wir haben für den Sport Piktogramm für die wichtigsten Richtlinien und Empfehlungen erarbeitet. Folgende Piktogramme stehen kostenlos zum Download zur Verfügung:

02.11.2020 Darf die Kantine öffnen?

Der Betrieb von Gastgewerbe auf Sportstätten und in Vereinen ist bis auf weiters untersagt.

02.11.2020 Welche Regelungen gelten für Fitness-, Tanz-, Yogastudios, Bäder und ähnlichen Einrichtungen?

Generell muss der Betrieb dieser Einrichtungen eingestellt bleiben, außer es handelt sich dabei um eine Sportstätte, die durch SpitzensportlerInnen nach § 3 Z 6 BSFG 2017, deren BetreuerInnen oder Medien genutzt wird.

23.10.2020 Wo erhalte ich Corona-Piktogramme für meine Sportstätte/mein Vereinslokal?

Wir haben für den Sport Piktogramm für die wichtigsten Richtlinien und Empfehlungen erarbeitet. Folgende Piktogramme stehen kostenlos zum Download zur Verfügung:

13.09.2020 Gibt es Empfehlungen für die Belüftung von Indoor-Sportstätten?

Eine möglichst hohe Außenluftzufuhr ist eine der wirksamsten Methoden, eventuell virushaltige Aerosole aus den Innenräumen zu eliminieren. Lüftungsmaßnahmen sind daher bedeutende Kernelemente der Vorsorge gegen Infektionen. Bei Indoor-Sportstätten sind daher folgende Maßnahmen zu setzen:

  • Lüften der Sportstätte so oft und intensiv wie möglich, wo möglich Querlüften
  • Lüften der Garderoben und Duschen/Toiletten vor und nach jeder Trainingseinheit für mindestens 5 Minuten

Bei Vorhandensein einer mechanischen Lüftungsanlage ist bei körperlicher Belastung der Luftwechsel zu erhöhen, wenn möglich auf einen 5-fachen Luftwechsel pro Stunde oder höher. Mechanische Lüftungsanlagen mit Umluftanteil sind mit einer zusätzlichen Filterung (HEPA-Filter) auszustatten.

31.08.2020 Gibt es Empfehlungen für die Reinigung von Sportstätten und Sportgeräten?

In Abhängigkeit der jeweiligen Verantwortlichkeit (z.B. Schulerhalter oder Vereine) sind regelmäßige Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen zu setzten. Generell sind die für die Sportausübung vorgesehenen Bereiche inklusive dazugehörige Sanitärbereiche und Garderoben etc. im Falle der Nutzung mind. einmal täglich zu reinigen. Häufig berührte Flächen (z.B. Türklinken, Armaturen) sind zu desinfizieren. Dafür wird ein Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis empfohlen. Nach jeder Trainingseinheit sind gemeinsam genutzte Sportgeräte, falls diese desinfiziert werden können, zu desinfizieren.

15.06.2020 Müssen Vereine (oder die Sportstättenerhalter) die Desinfektionsmittel selbst besorgen und finanzieren?

Die Sportstättenbetreiber sind angehalten, entsprechende Hygienemaßnahmen selbstständig umzusetzen.

13.05.2020 Müssen die Bereiche, die jede/r SportlerIn zur Verfügung hat, markiert werden?

Nein, die Einhaltung der jeweiligen Abstandsregelung gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben ist ausreichend.

13.05.2020 Wer ist für die Einhaltung der Vorgaben, Regelungen und Empfehlungen verantwortlich?

Etwaige Konsequenzen aus der Nichteinhaltung der Maßnahmen sind entsprechend von den Sportausübenden, den Aufsichtspersonen oder TrainerInnen zu tragen. Wer als Inhaber einer Betriebsstätte z.B. nicht dafür Sorge trägt, dass die Betriebsstätte höchstens von der in der Verordnung genannten Zahl an Personen betreten wird (besonders relevant bei der Regelung für die maximal erlaubte ZuseherInnenzahl), begeht eine Verwaltungsübertretung. Es wird empfohlen, Online-Anmeldesysteme zu nutzen, um den Andrang in Grenzen zu halten. Informieren Sie die SportlerInnen und ZuschauerInnen, dass der Sicherheitsabstand zu jeder Zeit einzuhalten ist und daher Menschenmengen an Stoßzeiten zu vermeiden sind, z.B. Driving Range eines Golfplatzes. Unsere allgemeinen bzw. die entsprechenden sportartspezifischen Handlungsempfehlungen finden Sie hier.

30.04.2020 Wo erhalte ich Handlungsempfehlungen zur Sportstättenöffnung?

Wir haben für dich die wichtigsten allgemeinen Handlungsempfehlungen zur Sportstättenöffnung und Sportausübung hier zusammengefasst. Auch sportspezifische Empfehlungen der Verbände werden dort gesammelt.

30.04.2020 Müssen bei Vereinzelungsmaßnahmen (Drehkreuzen etc.) entsprechende Abstandsmarkierungen in den jeweiligen Betretungsrichtungen am Boden angebracht werden?

Gesetzlich ist das nicht vorgesehen. Die entsprechenden Abstandsregelungen sind jedenfalls einzuhalten.

30.04.2020 Welche Regelungen gelten auf den Parkplätzen der Sportstätten?

Dieselben wie für öffentliche Orte. Zwischen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben ist ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten.

Allgemeines, Finanzielles und (Arbeits)rechtliches

09.11.2020 Wo erhalte ich finanzielle Unterstützung?

Nach langem Warten und zunehmendem Druck aus dem gemeinnützigen Bereich wurde der 700 Mio. Euro NPO-Unterstützungsfonds eingerichtet. Für sämtliche Informationen rund um die Antragstellung wurde die umfangreiche Informationsplattform www.npo-fonds.at eingerichtet. Anträge können seit 8. Juli 2020 gestellt werden. Zusätzliche Informationen für den Sport finden Sie auch hier

Zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft stellt die Bundesregierung im Rahmen des Corona-Hilfsfonds seit 6.11.2020 einen Lockdown-Umsatzersatz als weitere Hilfsmaßnahme bereit. Vereine, die unternehmerisch tätig und auch umsatzsteuerpflichtig sind und eine entsprechende Umsatzsteuervoranmeldung abgeben, können dort Umsatzersatz beantragen. Vereine, die nicht unter diese Maßnahme fallen, sollen 2021 im NPO-Unterstützungsfonds entsprechend berücksichtigt werden. Informationen zum Umsatzersatz finden Sie auf www.umsatzersatz.at

02.11.2020 Woher bekomme ich "Corona-Tests"?

Bei den „Corona-Tests“ werden unterschiedliche Testarten unterschieden. Einerseits gibt es direkte Nachweisverfahren, wie PCR-Tests und Anti-Gen-Tests, andererseits Antikörper-Tests, die vor allem dem Nachweis einer vorangegangenen Infektion dienen. Wann welcher Test eingesetzt wird, sollte immer in Absprache mit einem Arzt/einer Ärtzin erfolgen. Nähere Informationen zu den unterschiedlichen Testarten finden Sie auf der Webseite des Gesundheitsministeriums.

Im Sportbereich sind gemäß COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung sowohl PCR-Tests als auch Anti-Gen-Tests zulässig. Die Probenabnahme muss durch medizinisches Fachpersonal erfolgen.

PCR-Testungen: Sonderkonditionen für Sport

Folgende Labors bieten spezielle Konditionen für Sportvereine/-verbände:

Weitere Labors, die SARS-CoV-2-Tests durchführen, können der Liste des Gesundheitsministeriums entnommen werden.

Anti-Gen-Testungen: Sonderkonditionen für Sport

Folgender Anbieter bietet spezielle Konditionen für Sportvereine/-verbände:

Weitere Tests, die die durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Abstimmung mit dem Robert-Koch Institut (RKI) festgelegte Mindestkriterien erfüllen.

22.09.2020 Wo finde ich Informationen zur Contact Tracing Apps?

Contact Tracing Apps sind neben organisatorischen Maßnahmen, wie gleiche Gruppenzusammensetzung, überschaubare Gruppengröße, Anmeldesystem oder dokumentierte Teilnahme, eine geeignete Möglichkeit, um bei einem Auftreten eines Infektionsfalls die Kontaktkette nachvollziehen zu können. Das Gesundheitsministerium bewertet diese als ideale Ergänzung des bestehenden manuellen behördlichen Contact Tracings. Das Österreichische Rote Kreuz biete mit der „Stopp Corona“-App eine kostenlose allgemeine Version an. Für Vereine bietet z.B. der Ticketanbieter Absolut Tickets eine kostenlose App an. Nähere Infos finden Sie unter www.vereinstix.at.

14.07.2020 Wie ist mit Mitgliedsbeiträgen im Zusammenhang mit Einschränkungen des Vereinsbetriebes, insbesondere im Zusammenhang mit Covid-19, umzugehen?

Unsere über 4400 gemeinnützigen Sportvereine bieten seit Jahren unbezahlbare Leistungen, nicht zuletzt dank hunderttausender Ehrenamtlicher, die häufig seit Jahrzehnten ihre Tatkraft in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Solidarität, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit haben den Sport in unseren Vereinen groß gemacht. Unter Berücksichtigung der Vereinsautonomie ist dabei keine generell gültig Aussage möglich, sondern stets eine so genannte Einzelfallbetrachtung für jeden Verein vorzunehmen. Ausgehend von den von der SPORTUNION Österreich Musterstatuten kann allerdings Folgendes zusammengefasst werden(Zsfg der rechtlichen Stellungnahme von Joklik-Katary-Richter Rechtsanwälte):

Auf rechtlicher Ebene haben Vereinsmitglieder in der Regel keinen Anspruch auf Minderung oder Nicht- bzw Rückzahlung von Mitgliedsbeiträgen, auch wenn der Vereinsbetrieb nur eingeschränkt stattfinden kann (bspw bei Entfall von Einheiten, behördliche Sperrung von Sportstätten). Denn die Mitgliedschaft in einem Verein ist ein besonderes Vertragsverhältnis, dessen Inhalt durch die Vereinsstatuten und sonstigen Vereinsbestimmungen „autonom“ geregelt wird (Stichwort: Vertrags- bzw Statutenautonomie der Vereine). Dementsprechend gelten die sonst bekannten und derzeit oft auch medial präsenten „allgemeinen Vertragsregelungen“ gerade nicht (wie etwa die so genannte „Gefahrtragung bei höherer Gewalt“ oder zur Gewährleistung). Darüber hinaus handelt es sich beim Mitgliedschaftsverhältnis um ein Bündel an Rechten und Pflichten. Die Inanspruchnahme von Vereinsleistungen durch das Mitglied (darunter die Teilnahme am Sportbetrieb) stellt nur einen Teil davon dar, der nicht isoliert herausgegriffen werden kann. In Summe kommt es daher auch bei der Einschränkung des Sportbetriebs (bspw Übungsstätten, TrainerInnenausfall) nicht zu einer Minderung des Mitgliedsbeitrags. Vereinsmitglieder, die mit der Vereinstätigkeit aus derartigen Gründen unzufrieden sind, haben nur die Möglichkeit, (zum nächstmöglichen Termin) aus dem Verein auszutreten.“

Nähere Infos findet ihr hier: Rechtliche Stellungsname zu Mitgliedsbeiträgen im Zusammenhang mit Einschränkungen des Vereinsbetriebes

02.07.2020 Wo erhalte ich finanzielle Unterstützung?

Nach langem Warten und zunehmendem Druck aus dem gemeinnützigen Bereich ist es nun endlich soweit: der 700 Mio. Euro NPO-Unterstützungsfonds ist eingerichtet. Für sämtliche Informationen rund um die Antragstellung wurde die umfangreiche Informationsplattform www.npo-fonds.at eingerichtet. Anträge können ab  8. Juli 2020 gestellt werden.

20.05.2020 Wo erhalte ich eine Vorlage für eine Einverständiserklärung für die Teilnahme am Training?

Eine Vorlage für eine Einverständniserklärung für die Teilnahme am Training finden Sie hier. Diese Einverständniserklärung ist eine reine Vorlage und muss von keinem Verein oder Verband verpflichtend eingeführt oder übernommen werden. Sie dient vor allem der Information der TeilnehmerInnen, da die Bestimmungen zur Einhaltung der Corona-Krise auf jeden Fall einzuhalten sind. Bei der Einverständniserklärung handelt es sich um einen Formulierungsvorschlag, der an Ihre Bedürfnisse angepasst werden kann. Bei einer Lockerung der Voraussetzungen für die Teilnahme am Training wird empfohlen, entsprechende Präventionsmaßnahmen vorzusehen (z.B. bei medizinisches Personal muss beim Kontakt mit Infizierten gewährleistet sein, dass entsprechende Schutzausrüstung getragen wird oder Personen, die nach einer Quarantäne wieder am Training teilnehmen wollen, beötigen eine ärztliche Freigabe für die Teilnahme). Die grau markierten Passagen können von vorneherein an die Bedürfnisse des jeweiligen Verbandes/Vereines angepasst werden, sodass bei der Anwendung nur noch die gelb hinterlegte Passagen von den Teilnehmenden bzw. vom/von der gesetzlichen VertreterIn auszufüllen sind. Bitte beachten Sie, dass Sie bei Personen, deren personenbezogenen Daten Sie nicht bereits erhoben haben (die z.B. das erste Mal an einem Training teilnehmen und nicht Mitglied sind), auch ihren Verpflichtungen nach der Datenschutzgrundverordnung nachkommen müssen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die Empfehlungen und Auskünfte wurden nach gewissenhafter Prüfung des mitgeteilten Sachverhalts erteilt. Es handelt sich um allgemein ableitbare Einschätzungen der Folgen dieser Ausnahmesituation. Trotz sorgfältiger Recherche zu den einzelnen Themen können wir angesichts der derzeitigen Häufung von Anfragen, der Ausnahmesituation, der unbeständigen Sachlage, die sich zum Teil täglich ändert, sowie dem oftmaligem Fehlen einschlägiger Judikatur, eindeutiger Rechtsvorschriften und gefestigter Rechtsprechung jedoch ausdrücklich keine Gewähr oder Haftung für eine etwaige gerichtliche Durchsetzbarkeit der Informationen übernehmen. Es wird daher an das Verantwortungsbewusstsein jeder Person appelliert.

15.05.2020 Wie ist mit Sitzungen und statutarisch vorgesehenen Frist/Wahlen/Versammlungen umzugehen?

Durch die Verordnung des Gesundheitsministers vom 13.5.2020 wurde mit 15.5.2020 für Zusammenkünfte von Organen juristischer Personen die Beschränkung auf 10 Personen aufgehoben. Somit ist das physischen Zusammentreffen bei Sitzungen wieder möglich. Dabei wird das Einhalten der Schutzmaßnahmen für Kundenbereiche (mindestens ein Meter Abstand) empfohlen. Da es aber aus organisatorischen Gründen (z.B. Verfügbarkeit von geeigneten Räumlichkeiten) dazu kommen kann, dass diese Sitzungen trotzdem nicht in dieser Form abgehalten werden können, besteht weiterhin die Möglichkeit der Verschiebung bzw. Abhaltung in Form einer Videokonferenz, wie im Folgenden erläutert.

Denn generell sieht das Bundesgesetz betreffend besondere Maßnahmen im Gesellschaftsrecht aufgrund von COVID-19 (Gesellschaftsrechtliche COVID-19-Gesetz (beschlossen im Zuge des 2 bzw. 4. COVID-19-Gesetze)), in welchem auch Vereine angeführt sind, vor, dass Versammlungen auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2020 verlegt werden können. Mit dem 8. COVID-19 Gesetz vom 5. Mai 2020 wurde das Gesellschaftsrechtliche COVID-19-Gesetz dahingehend ergänzt, dass Mitgliederversammlungen, an denen mehr als 50 Personen teilnahmeberechtigt sind, sogar bis Ende 2021 verschoben werden können.

Doch einerseits Sitzungen des Leitungsorgans des Verbandes/Vereines (z.B. Vorstandssitzungen) andererseits Versammlungen, die Beschlussfassungen, die das Vereinsgesetz bzw. die Statuten von Verbänden/Vereinen verpflichtend vorsehen (z.B. Wahl eines neuen Vorstandes, weil die Funktionsperiode ausläuft), müssen trotzdem abgehalten werden. Um dies, auch in Fällen, in denen nicht physisch zusammengekommen werden kann, zu ermöglichen, ist in §1 Art 32 2. COVID-2019 Gesetz festgehalten, dass Versammlungen von Organmitgliedern eines Vereins auch ohne physische Anwesenheit der TeilnehmerInnen durchgeführt werden können. Das Bundesministerin für Justiz (BMJ) hat dazu durch Verordnung nähere Regelungen betreffend die Durchführung dieser Versammlungen getroffen, die in folgenden Erlässen näher erläutert sind: https://www.justiz.gv.at/file/2c94848a6ff6ffb20170de903c3a403a.de.0/ejabl%20nr._59_2020.pdf bzw. https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Erlaesse/ERL_BMJ_20200424_2020_0_259_752/ERL_BMJ_20200424_2020_0_259_752.pdf

Diese Regelungen erlauben Verbänden/Vereinen, auch wenn dies die Statuten nicht vorsehen, Sitzungen (z.B. des Vorstandes) oder statutarisch vorgeschriebene Versammlungen (z.B. Generalversammlung) per Videokonferenz abzuhalten. Dies gilt auch, wenn es sich um eine Delegiertenversammlung handelt. In § 2 des oben angeführten Erlasses ist erläutert, wie dabei vorzugehen ist. Sind Videokonferenzen für Sitzungen mit wenigen TeilnehmerInnen (z.B. Vorstandssitzung) eine praktikable Möglichkeit der Interaktion, so können diese mit steigender Anzahl der TeilnehmerInnen (z.B. Generalversammlung) nicht mehr möglich bzw. zweckmäßig sein. Daher sieht die Verordnung vor, dass bei Generalversammlungen der Vorstand für Angelegenheiten, die eine Beschlussfassung durch die Generalversammlung bedürfen (z.B. Wahlen), eine schriftliche Abstimmung anordnen kann. Dies ist auch möglich, wenn die Statuten dies nicht vorsehen. Eine schriftliche Abstimmung kann auch auf elektronischem Weg (z.B. per E-Mail) erfolgen. Wie bei schriftlicher Abstimmung vorzugehen ist, ist in § 4 Abs. 2 bis 4 des Erlasses näher erläutert.

In Anbetracht des damit verbundenen Aufwandes wird empfohlen, die Beschlussfassung auf die Punkte zu beschränken, die keinen Aufschub erlauben (z.B. Wahlen bei Auslaufen der Funktionsperiode des Vorstandes). Die Verordnung tritt rückwirkend mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des COVID-19-Gesetzes in Kraft. Somit werden auch virtuelle Versammlungen, die zwischen 22.3. und 8.4.2020 stattgefunden haben, nachträglich legalisiert.

15.05.2020 Darf in Zeiten der Einschränkung eine Pauschale Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) ausgezahlt werden?

Die Ausnahmesituation rund um COVID-19 hat betreffend die Verwendung der Pauschalen Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) einige Fragen aufgeworfen. Da für Heimtrainings bzw. angeleitete Trainings via Videokonferenz kein Reiseaufwand entsteht bzw. entstand, dürfte die PRAE nicht sozial- und steuerfrei zur Auszahlung gebracht werden. Durch intensive Bemühungen des Sports konnte nun eine Ausnahmeregelung für die Anwendung der PRAE erwirkt werden, welche am 13. Mai im Nationalrat beschlossen wurde. Gemäß dieser darf, wenn aufgrund der COVID-19 Krise Sportstätten gesperrt sind bzw. waren und alle anderen Voraussetzungen (Ausübung in nebenberuflicher Tätigkeit, Einhaltung der Tageshöchstgrenze von € 60.- etc.) für den Bezug erfüllt sind, auch ohne das Vorliegen einer Reisetätigkeit (z.B. Training zu Hause, Training in Form einer Videokonferenz) vom Verein/Verband steuer- und sozialversicherungsfrei eine PRAE ausgezahlt werden. Zeitraum der Anwendbarkeit: 16.3.2020 (Beginn Schließung der Sportstätten) bis 31.12.2020. Diese Ausnahmeregelung gilt rückwirkend mit 16.3. für die Zeiträume im Jahr 2020, in welchen die Sportstätten gesperrt sind. Die „Einsatztage“ sind entsprechend zu dokumentieren, auch wenn die „Einsatztage“ zu Hause erbracht wurden. Die entsprechenden Formulare und Richtlinien zur PRAE finden Sie hier. Die entsprechenden gesetzlichen Sonderregelungen finden Sie hier (ESTG) und hier (ASVG).

28.04.2020 Wo kann ich Schutzmasken und Hygieneartikel bestellen?

Derzeit werden im Internet häufig Mund-Nase-Masken von Unternehmen angeboten, die vor der Corona-Pandemie in branchenfremden Unternehmensbereichen tätig waren und schnell umgesattelt sind, um Profit zu erwirtschaften. Sport Austria empfiehlt daher, sich vor dem Kauf von vermeintlichen Sonderangeboten über das Unternehmen, bei dem bestellt werden soll, sorgfältig zu informieren (z.B. via https://firmen.wko.at) und bei Vorauszahlungen und großen Mindestabnahmemengen besonders vorsichtig zu sein. Hygiene- und Desinfektionsmittel sind beispielsweise bei den in dieser Liste angeführten Unternehmen schon in kleineren Mengen verfügbar. Diese österreichischen Unternehmen sind bereits seit vielen Jahren in entsprechenden Geschäftsbereichen tätig.

02.04.2020 Ist Kurzarbeit auch für MitarbeiterInnen im Sport möglich?

Die Möglichkeit zur „Corona-Kurzarbeit“ steht nun allen 15.000 Sportvereinen in Österreich offen! Darauf hat sich Sport Austria mit den Sozialpartnern verständigt. Bislang war dies nur Vereinen der Fußball-Bundesliga möglich. Damit soll besonders Vereinen und Verbände geholfen werden, die sich aufgrund der finanziellen Situation mit Kündigungen ihrer MitarbeiterInnen beschäftigen müssen. Achtung: Wenn jemand in seinem Förderantrag für 2020, der Teil des Fördervertrages ist, Personalkosten für MitarbeiterInnen vorgesehen hat, die jetzt für die Corona-Kurzarbeit vorgesehen sind, darf keine Umwidmung dieses Förderanteils vornehmen. Sie dürfen nur für den nicht durch das AMS ersetzten Anteil des Dienstgebers abgerechnet werden. In diesem Bereich ist eine Rücklagenbildung ausgeschlossen und die Förderung ist anteilig zurückzuzahlen. Andernfalls wäre es eine unerwünschte, vielleicht sogar rechtswidrige Doppelförderung durch die Republik Österreich. Wichtige Information: Die Unterschriftsfelder der Sozialpartner können bei der Antragstellung frei gelassen werden!

Informationen zur Kurzarbeitszeit:

Notwendige Formulare zur Antragsstellung:

Ausfüllhilfe zum Antragsformular

24.03.2020 Fragen zu situationsbedingten Fristen/Umwidmungen/Rücklagen/Kurzarbeit bei der Bundes-Sport GmbH

In diesen unruhigen Zeiten gibt den Verbänden auch die BSG als Fördergeber ein Stück weit Sicherheit. So müssen bis auf weiteres Umwidmungen, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus begründet werden, nicht mehr von der Geschäftsführung der BSG genehmigt werden. Diese sind hiermit von der BSG automatisch pauschal genehmigt. Trotzdem müssen Sie aber, wie bisher, bei der BSG im Fördermanagement System online eingegeben werden.

Sollte es trotz Umschichtungen und Umwidmungen am Jahresende nicht möglich sein, die gesamte Förderung des Jahres 2020 zu verbrauchen und ist das durch die Verbreitung des Coronavirus begründet, dann können auch Rücklagen gebildet werden. Die so begründeten Rücklagen gelten hiermit automatisch pauschal von der Geschäftsführung der BSG genehmigt. Sie müssen aber ebenfalls im Fördermanagement System online eingegeben werden.

Die BSG kommt Ihnen auch aufgrund der außerordentlichen Bürosituation in Zusammenhang mit der Abgabenfrist der Sachberichte und Belegsaufstellungen für das Förderjahr 2019 entgegen. Für alle Organisationen, für die eine ursprüngliche Abgabefrist zum 28. Februar 2020 vorgesehen war und die noch keine Unterlagen bei der BSG abgegeben haben, wird die Abgabefrist bis 15. Mai 2020 verlängert. Für alle Organisationen, für die eine ursprüngliche Abgabefrist mit 30. April vorgesehen war, wird die Abgabefrist bis 1. Juni 2020 verlängert.

Es werden alle Organisationen, bei denen Nachreichungen und Stellungnahmen zum vorläufigen Prüfprotokoll in Zusammenhang mit der Abrechnung 2018 noch offen sind, ersucht die von der BSG gesetzten Fristen bestmöglich einzuhalten.

Wenn jemand in seinem Förderantrag für 2020, der Teil des Fördervertrages ist, Personalkosten für MitarbeiterInnen vorgesehen hat, die jetzt für die Corona-Kurzarbeit vorgesehen sind, darf keine Umwidmung dieses Förderanteils vornehmen. Sie dürfen nur für den nicht durch das AMS ersetzten Anteil des Dienstgebers abgerechnet werden. In diesem Bereich ist eine Rücklagenbildung ausgeschlossen und die Förderung ist anteilig zurückzuzahlen. Andernfalls wäre es eine unerwünschte, vielleicht sogar rechtswidrige Doppelförderung durch die Republik Österreich.

24.03.2020 Darf jemand, der Kurzarbeitsgeld bezieht auch Pauschale Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) beziehen?

Voraussetzung für den steuerfreien Bezug einer PRAE gem. § 49 Abs 3 Z 28 ASVG ist, dass die Tätigkeit, in deren Rahmen die PRAE bezahlt wird, nicht den Hauptberuf und nicht die Hauptquelle der Einnahmen bildet. Es muss also einen anderen Hauptberuf geben und die Einnahmen daraus werden wohl höher als die gewährte PRAE sein müssen. Es muss ich bei der Hauptbeschäftigung aber nicht zwangsläufig um eine Vollzeitbeschäftigung handeln. Wird also der Hauptberuf in Kurzarbeit ausgeübt, so kann trotzdem im Rahmen der Nebenbeschäftigung eine sozialversicherungsfreie PRAE bezahlt werden, sofern diese nicht höher ist als die Einnahmen aus dem Hauptberuf. Nach § 3 Z 16c EStG gibt es diese Einschränkung (Nebentätigkeit) gar nicht, daher kann die PRAE auch bei Kurzarbeit steuerfrei ausbezahlt werden. Wir weisen allerdings darauf hin, dass die PRAE eine pauschale Reiseaufwandsentschädigung darstellt. Die Tätigkeit muss daher dergestalt sein, dass mit ihr auch tatsächlich Reiseaufwendungen zumindest dem Grunde nach verbunden sind.

17.03.2020 Kann ich Stornogebühren bei der Bundes-Sportförderung abrechnen?

Für Fördernehmer der Bundes-Sport GmbH (BSG) sind etwaig anfallende Stornogebühren in Zusammenhang mit dem Coronavirus in der BSG abrechenbar. Trotzdem wird erwartet zunächst mit dem Reiseveranstalter, insbesondere bei Reisen in Gebiete, für die eine aktuelle Reisewarnung des Außenministeriums gilt, eine Kulanzlösung ohne das Zahlen von Stornogebühren anzustreben. Vor einer endgültigen Absage einer sportlichen Aktivität (Reise zu Trainingslager oder Wettkampf), die grundsätzlich von der BSG gefördert wird, ist mit dem Geschäftsführer Sport der BSG, Mag. (FH) Clemens Trimmel, Kontakt aufzunehmen (office@austrian-sports.at; +43 1 50 32 344).

17.03.2020 Wie gehe ich mit Rückforderungen bzgl. Eintrittskarten, Tickets und Kursbeiträgen um?

Diesbezüglich ist auf den zwischen den TeilnehmerInnen und dem Verein abgeschlossenen Vertrag über die Kursbeiträge zu verweisen. Grundsätzlich wird zu prüfen sein, aus welchem Grund die Absage erfolgt ist (siehe Frage zur höheren Gewalt) bzw. ob in den Verträgen die Möglichkeit, einen Ersatztermin anbieten zu können, enthalten ist. Liegt höhere Gewalt vor, hängt es von der konkreten Vertragsgestaltung ab, ob und wie diese (vor allem hinsichtlich Rückzahlung/Ersatztermine) geregelt ist.

16.03.2020 Wo erhalte ich Informationen zu meinen Rechten und Möglichkeiten zur Kostenerstattung in Bezug auf Reisen?

Das Europäische Verbraucherzentrum stellt Informationen zu Problemen und Rechten in Bezug auf den Coronavirus bei Pauschalreisen, Einzelbuchungen und für Reisende, die bereits unterwegs sind, zur Verfügung (https://europakonsument.at/). Zudem haben das Sozialministerium und der Verein für Konsumenteninformation eine Hotline für Fragen rund ums Reisen im Zusammenhang mit dem Coronavirus eingerichtet. Die Hotline ist täglich (auch am Wochenende) von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0800 201211 erreichbar.

16.03.2020 Ist im Falle der Coronakrise von höherer Gewalt auszugehen?

Höhere Gewalt ist dann anzunehmen, wenn ein außergewöhnliches Ereignis von außen einwirkt, das nicht in einer gewissen Regelmäßigkeit vorkommt bzw. zu erwarten ist und selbst durch äußerste zumutbare Sorgfalt weder abgewendet noch in seinen Folgen unschädlich gemacht werden kann. Unabwendbar ist aber auch jedes nicht außergewöhnliche Ereignis, das trotz aller erdenklichen Sachkunde und Vorsicht nicht abgewendet werden kann. Grundsätzlich werden Epidemien bzw. auch allgemeine umfangreiche behördliche Maßnahmen als höhere Gewalt anzusehen sein.

wichtige Links zum Thema

Information für Verbände im Zusammenhang mit Bundes-Sportförderung:

Etwaig anfallende Stornogebühren in Zusammenhang mit dem Coronavirus sind in der Bundes-Sport GmbH (BSG) abrechenbar. Trotzdem wird erwartet zunächst mit dem Reiseveranstalter, insbesondere bei Reisen in Gebiete, für die eine aktuelle Reisewarnung des Außenministeriums gilt, eine Kulanzlösung ohne das Zahlen von Stornogebühren anzustreben. Vor einer endgültigen Absage einer sportlichen Aktivität (Reise zu Trainingslager oder Wettkampf), die grundsätzlich von der BSG gefördert wird, ist mit dem Geschäftsführer Sport der BSG, Mag. (FH) Clemens Trimmel, Kontakt aufzunehmen (office@austrian-sports.at; +43 1 / 50 32 344).

 

Stand: 16.11.2020, 10:45